Spielemesse und die Spiele des Jahres

Oktober 24, 2013 in ...und sonst?, Lokales, Tipp

Spielemesse, das heißt auch immer die Präsentation der Spiele des Jahres. Und ja, ss gibt tatsächlich mehrere Spiele des Jahres. Einmal das ganz normale Spiel des Jahres, das ist dieses Jahr Hanabi. Dann gibt es noch das Kennerspiel des Jahres und das Kinderspiel des Jahres. Und die sind auf der Messe natürlich auch begehrt. Ausgesucht werden die Spiele übrigens von einer unabhängigen Jury. Und die bewertet auch gerne mal Spiele, die besonders innovativ sind. Zum Beispiel eben bei Hanabi: Jeder kennt ja die normalen Kartenspiele. Da darf man sich ja bloß nicht von den Mitspielern ins Blatt schauen lassen. Bei Hanabi allerdings ist das ganz anders: Man sieht seine eigenen Karten gar nicht, sondern nur die Karten der Mitspieler. Seine eigenen Karten hält jeder verkehrt herum. Was vom Spielprinzip her schon außergewöhnlich klingt ist auch außergewöhnlich im Ziel des Spiels. Denn das gar nicht das Gewinnen, sondern dass man ein schönes Feuerwerk auf die Beine stellt. Das Prinzip ist in den letzten Jahren aufgekommen und setzt sich auch dieses Jahr fort: Dass es in Spielen nicht so sehr ums Gewinnen sondern um Kooperation geht.


Die Legenden von Andor zum Beispiel ist auch ein Kooperationsspiel und das hat dann auch den Titel Kennerspiel des Jahres geholt. Und wir hatten auf der Messe auch die Gelegenheit mit einem Vertreter des Spieleverlags zu sprechen. Der hat uns gesagt, dass die Jury über die „Legenden von Andor“ gesagt hat, es sei ein Spiel wie ein Roman. Und es wird da tatsächlich eine Geschichte erzählt und die Spieler müssen dann als Elfen, Magier oder Zwerg gegen das Böse kämpfen. Und zwar gemeinsam. Das scheint also immer noch einer der Trends bei den neuen Spielen zu sein.
Natürlich haben wir uns auch auf die Suche gemacht, um herauszufinden, was die Messebesucher so gerne spielen. Und da sind wir auf etwas sehr Interessantes gestoßen. Es gibt nämlich auf der Messe so etwas wie Spielecharts. Die Messebesucher können die Spiele die sie angespielt haben nämlich bewerten. Ins Leben gerufen hat das die Spielzeitschrift Fair Play. Die werten auch die Abstimmungsbögen aus und veröffentlichen die Ergebnisse. Und die sind heiß begehrt. Die Leute warten teilweise sogar auf die Ergebnisse, so als Anhaltspunkt was ein tolles Spiel sein könnte und gehen dann los zu den Ständen, wo es die Spiele gibt. Da ist natürlich immer die Freude groß, kleine Spieleverläge können da große Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Und das ist auch das Ziel der Bewertungen: die Perlen unter den Spielen herauszufinden. Also gilt, wie eigentlich so oft im Leben: nicht immer nur auf die großen Namen schauen. Bis Sonntag habt ihr noch Zeit, um auf der Spielemesse zu shoppen, anzuzocken und zu stöbern.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.