Hochschulen aktuell KW 50

Dezember 9, 2013 in Hochschulen Aktuell

Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf Rekordhoch

Die deutschen Ausgaben für Forschung und Entwicklung erreichten im Jahr 2012 mit über 79,5 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Wie das deutsche Bundesministeriums für Bildung und Forschung in einer Pressemitteilung erklärt, stiegen die Ausgaben auf ca. 3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Zusätzlich stiegen im selben Zeitraum die Ausgaben für Hochschulen und Forschungsinstitute.
Deutschland liege somit im europäischen Vergleich auf den vorderen Rängen. Lediglich die skandinavischen Länder Finnland, Schweden und Dänemark würden im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt noch mehr Geld in den Forschungsbereich investieren. Der europäische Durchschnitt liege bei ca. 2 Prozent. Insgesamt habe Deutschland „seine Stellung als einer der weltweit führenden Innovationsstandorte spürbar gestärkt.“

Förderung von Lehramtsstudiengängen für das Berufskolleg

Universitäten und Fachhochschulen werden in den nächsten 5 Jahren mit insgesamt 11 Mio. Euro für den Auf- und Ausbau von Studienangeboten zur Lehrerausbildung an Berufskollegs gefördert. 5 ausgewählte Kooperationen zwischen jeweils einer NRW-Universität und 1 oder mehrerer Fachhochschulen wurden bei dieser landesweiten Ausschreibung ausgewählt, heißt es in einer Pressemitteilung des NRW-Innovationsministeriums. Darunter befinden sich u.a. die Universitäten aus Münster, Wuppertal und Siegen. „Mit dem Programm wollen wir gezielt dem Lehrkräftemangel in den technischen Fächern an den Berufskollegs entgegenwirken“, erklärt Landeswissenschaftsministerin Svenja Schulze. Das Angebot an technischen Fächern für das Berufskolleg, solle erhöht werden.

Regionale Unterschiede beim Übergang in die Rente

Der Zeitpunkt wann ein Mensch in Deutschland in die Altersrente geht, hängt entscheidend von der jeweiligen Region ab. Dies ergibt ein aktueller Forschungsbericht des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. In einer Pressemitteilung heißt es, das besonders in der Spätphase des Erwerbslebens, der geographische Wirtschaftsraum, ein wichtiger Faktor für Chancen und Risiken im Übergang in die Altersrente, ist. Die Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland seien immer noch sehr ausgeprägt. Während in den West-Bundesländern die Arbeitnehmer später in den Ruhestand gingen, würden Arbeitnehmer in den ostdeutschen Ländern sehr viel früher in Rente gehen.

Berliner Universitätspräsident tritt für 30 Minuten zurück

Der Präsident der Berliner Humboldt-Universität, Jan-Hendrik Olbertz ist am vergangenen Freitag nach einer Sitzung des akademischen Senats für etwa 30 Minuten zurückgetreten. Wie die Zeit berichtet entschloss sich Olbertz zum Rücktritt, nachdem sein Plan zur Reform der Fakutäten der Humboldt-Universität drohte erneut vertagt zu werden. Vorangegangen war ein Gruppenveto der studentischen Vertreter im Senat gegen die Fakultätsreform. Die Senatssitzung musste nach Olbertz Rücktritt unterbrochen werden. Nach langen Diskussionen ließ sich die studentische Vertretung davon überzeugen, ihr aufschiebendes Veto zurückzunehmen. Daraufhin trat Olbertz von seinem Rücktritt zurück.

UDE-Forscher ist Sieger im Science-Slam

Der Doktorand Reinhard Remfort hat am Freitag den Science-Slam in Münster gewonnen. Wie der WDR berichtet, konnte sich der Physiker im Finale vor etwa 1000 Zuschauern durchsetzen. Remfort promoviert an der Uni Duisburg Essen in Technischer Physik. Er erklärte in seinem Slam sein Spezialgebiet „einkristalline Diamantschichten“ und wie diese dazu dienen können, bessere Magnetsensoren zu entwickeln. Für die unterhaltsame Präsentation seines Fachgebiets bekam der 31-jährige als Preis die Siegtrophäe „das schwarz-rot-goldene Gehirn“.

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