Hochschulen Aktuell KW 21

Mai 23, 2014 in Hochschulen Aktuell

Freitag, 23.05.2014

Demos gegen schlechte Finanzsituation der Hochschulen
Am Mittwoch haben tausende Studenten im Rahmen des Aktionstages „Unis in Not“ bundesweit gegen überfüllte Seminare und marode Unigebäude demonstriert.
Dies berichtet Spiegel Online. Neben einem immer kleiner werdenden Angebot an Vorlesungen und Seminaren seien zudem unfaire Verträge für Studentische Hilfskräfte angeprangert worden.
Laut Spiegel haben im Südwesten Deutschlands die meisten Studenten protestiert.
Beispielsweise seien in Saarbrücken 2000 Studenten und Uni-Beschäftigte auf die Straße gegangen, um Sparpläne der Landesregierung zu kritisieren. Diese plant, mehrere Studiengänge zu schließen oder zusammenzulegen.

Deutlich weniger Studenten in 10 Jahren
Bis 2025 wird es nur noch circa 400.000 Studienanfänger pro Jahr geben. Dies teilt das Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie – kurz FiBS – laut Süddeutsche Zeitung mit.
Diese Prognose liegt deutlich unter der der Kultusministerkonferenz. Diese rechneten in den nächsten Jahren weiterhin mit Erstsemesterzahlen um 500.000.
Beide arbeiteten auf Basis der Abiturientenzahlen und dem generellen Geburtenrückgang.
Die dennoch unterschiedlichen Prognosen sind unter anderem damit zu erklären, dass das FiBS nicht davon ausgeht, dass die Zahl ausländischer Studierenden in den nächsten Jahren noch deutlich steigen wird.Diese Prognosen können die aktuelle Debatte zur Hochschulfinanzierung beeinflussen. Gebäude, die von Universitäten extra gebaut werden, um den Studierendenandrang zu bewältigen, könnten in ein paar Jahren schon wieder leer stehen.

Arbeitsplätze dem Alter anpassen
Der Lehrstuhl für Fertigungstechnik an der UDE arbeitet an einem neuen Forschungsprojekt, das Strategien entwickelt, Arbeitsplätze für ältere Mitarbeiter geeigneter zu machen.
Die Gesellschaft werde immer älter und damit auch die Arbeitskräfte, begründet Diplom Ingenieur Holger Dander in einer Pressemitteilung der UDE das Projekt. Daher sei es besonders für handwerkliche und körperliche Berufe wichtig, dass Rücksicht auf das eingeschränkte Leistungsvermögen Älterer genommen werde. Im Rahmen des Projekts werden dazu motorische Fähigkeiten und Arbeitsplatzanforderungen erfasst. Weichen diese voneinander ab, können beispielsweise Greifabstände oder Schriftgrößen angepasst werden.
Das Projekt ist auf zwei Jahre ausgelegt und wird unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 170.000 Euro unterstützt.

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