Hochschulen Aktuell KW 22

Mai 26, 2014 in Hochschulen Aktuell

28.05.2014

Ehrendoktor für Snowden vorerst gestoppt

Wolfgang Schareck, Rektor der Uni Rostock, hat die Verleihung des Ehrendoktors für Edward Snowden aufgehalten. Seine Erklärung: Mit seiner NSA-Aufklärung habe Snowden keine wissenschaftliche Leistung erbracht. Diese sei nach Vorschrift des Landeshochschulgesetzes aber notwendig für den Titel. Er wolle den Wert der Enthüllung zwar nicht mindern, dennoch sei er aber nicht ausreichend. Wie die Süddeutsche berichtet, hatte die Philosophische Fakultät vor einigen Tagen geschlossen entschieden, Snowden den Ehrendoktor h.c.  – also honoris causa – zu verleihen. Er wurde bei diesem Entschluss sogar als „Kolumbus des Digitalzeitalters“ bezeichnet. Nun wolle die Fakultät den juristischen Einwand des Rektors prüfen. Bei Uneinigkeit müsse im Zweifelsfall der Bildungsminister Mecklenburg-Vorpommerns Mathias Brodkorb entscheiden.

Streit um Bafög beendet

Die Große Koalition hat sich im Bafög-Streit endlich geeinigt. Wie  Spiegelonline berichtet, wird künftig der Bund die Bafög-Gebühren komplett übernehmen. Dies teilte Wolfgang Schäuble gestern mit. Somit werden die Länder entlastet. Zuvor hatten diese sich noch mit knapp einem Drittel am Bafög beteiligt. Ab 2015 sollen laut Spiegel 6 Milliarden Euro in Bildung fließen. Das Bafög solle zudem ab 2016 reformiert werden. Was das genau bedeutet, steht noch nicht fest. Bildungsministerin Johanna Wanka beteuert aber, dass die Förderung höher steigen würde, als diese im letzten Bafög-Bericht gefordert wurde.


Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft sucht Kooperationspartner

Unter dem Motto „Campus und Gemeinwesen“ sucht der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft auf seiner Internetseite 6 Hochschulen, die mit Partnern der Zivilgesellschaft den regen Austausch unterstützen wollen. Durch diese Vernetzung soll die Forschung profitieren, aber auch die Gesellschaft. So können zum Beispiel Vereine mit der Hochschule Forschungsfragen diskutieren oder das Theoriewissen der Studenten in gemeinnützigen Organisationen zum Einsatz kommen. Wie Bildungsklick.de mitteilt, ist dem Stifterverband dieser Prozess 240.000 Euro wert. „Campus und Gemeinwesen“ soll zwei Jahre lang mit Workshops und professioneller Betreuung gefördert werden. Interessierte können sich bis zum 1. September 2014 beim Stifterverband anmelden.

 

27.05.2014

Kritik an Powerpoint Präsentationen
Studien des Bildungsforschers Dr. Christof Wecker an der Ludwig-Maximilians-Universität in München zeigen, dass Zuhörer in Vorträgen mit digitalen Folien oft weniger Informationen behalten, als in rein mündlichen Vorträgen. Dies berichtet die Internetseite Bildungsklick.de.
Folien in Powerpointpräsentationen werden laut Dr. Wecker oft als die eigentliche Botschaft angesehen. Das mündlich Vermittelte gerate dabei leicht in Vergessenheit. Zudem kritisiert er, dass viele Vortragende oft Folien als Manuskript für ihre Präsentation verwenden. Für den Zuhörer hätte dies keinen didaktischen Sinn. Als Lösungsansatz schlägt er vor, Folien nur an einigen Stellen einzusetzen und zwischenzeitlich schwarze Folien einzuschieben. Dies lenke den Aufmerksamkeit wieder auf den mündlichen Vortrag.

Grundstein für Forschungsbau gelegt
Wie das Wissenschaftsministerium NRW berichtet, sind an der der Ruhr-Universität Bochum Forschungsbauten für die Bereiche Chemie, Biochemie und Physik geplant. Es handelt sich hierbei um ein interdisziplinäres Zentrum zur Forschung von Lösungsmittelprozessen, das höchsten wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht werden soll. Laut Ministerin Svenja Schulze sei die Forschung in diesem Bereich von großer Bedeutung um Umweltbelastungen zu vermindern und Energieeffizienz zu verbessern. Man rechnet mit 36 Millionen Euro Baukosten und mehr als sieben Millionen Euro für Geräte und Ersteinrichtungen. Das Projekt wird jeweils zur Hälfte vom Bund und Land NRW finanziert.

26.05.2014

Mediziner des Uniklinikums gewinnen Wettbewerb

Ein Forscherteam des Essener Uniklinikums hat in der Kategorie „Lebenswissenschaften“ des Hochschulwettberwerbs ZukunftErfindenNRW gewonnen. Wie die Pressestelle der UDE berichtet, hilft die Erfindung der Essener Forscher bei der Behandlung der Herzklappeninsuffizienz, einem der häufigsten Herzfehler. Die neue Behandlungsmethode reduziert die Risiken für den Patienten, da nicht mehr so aufwändig operiert werden muss. Mit diesem Konzept konnten sich die Ärzte des Uniklinikums im Wettbewerb durchsetzen. ZukunftErfindenNRW ist ein Wettbewerb des Wissenschaftsministeriums NRW und soll Hochschulerfindungen auszeichnen, die ein hohes Potenzial für die Praxis aufweisen. Der Preis mit 10.000 Euro dotiert.

Berechnungen zu Studienabbrecherquoten

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Zahlen über die Abbrecher von Bachelor- und Masterstudiengängen ermittelt. Laut Berichten von Spiegel Online bricht in manchen Studienfächern beinahe die Hälfte der Studierenden ihr Bachelor-Studium ab. Die Durchschnittsquote beträgt rund 25 Prozent. Master-Studierende brechen ihr Studium deutlich seltener ab, dort beträgt die Quote etwa 10 Prozent. Die Zahlen schwanken je nach Studiengang jedoch erheblich, so brechen Masterstudierende in Mathematik oder Naturwissenschaften ihr Studium am seltensten ab. Bildungsministerin Johanna Wanka, die die Ergebnisse der Studie vorstellte, sieht zur Verringerung der Zahl der Studienabbrecher vor allem die Länder und Universitäten in der Pflicht.

Kabinett beschließt Bildungsbericht

Die Bundesregierung hat in der letzten Woche den Bildungsbericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung verabschiedet. Laut der Pressestelle des Ministeriums bestätige der Bericht, dass Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort in den letzten Jahren attraktiver geworden sei. So seien fünf der zehn forschungsstärksten Universitäten aus Deutschland. Auch die gestiege Zahl der Hochschulabsolventen und der verstärkte Zuwachs von Studierenden aus dem Ausland zeige die Attraktivität des Standorts. Der Bundesbericht Forschung und Innovation soll einen Überblick über das deutsche Forschungssystem geben, und auch einen Vergleich zu internationalen Systemen bieten. Er erscheint als Antwort auf das Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innmovation.

 

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