Hochschulnachrichten KW25

Juni 17, 2014 in Hochschulen Aktuell

Professoren keine Spitzenverdiener mehr
Die Gehaltsentwicklung von Professoren in Deutschland ist weit hinter die Gehaltsentwicklung in der Wirtschaft zurück gefallen. Dies ergibt eine Studie des Wirtschaftshistorikers Alexander Sohn. In den letzten hundert Jahren sei das Gehalt von Professoren in Deutschland zwar umgerechnet um rund 40 % gestiegen, halte aber nicht mit der gleichen Entwicklung in der Wirtschaft mit.
Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Professoren nicht mehr zum oberen Prozent der Verdiener gehören. Diese Entwicklung sei seit den 50er Jahren zu beobachten.
Ein möglicher Grund für diese Entwicklung benennt die Studie in den steigenden Zahlen von Studenten. Mit der gestiegenen Anzahl an Akademikern steige auch die potentielle Schicht der zukünftigen Professoren. Somit sei die Gehaltsentwicklung eine Folge des Angebots- und Nachfrageprinzips. *ck

UDE-Professor zum Präsidenten gewählt
Prof. Dr. Ansgar Belke von der UDE wurde für 4 Jahre zum Präsidenten der European and Economics and Finance Society gewählt. Wie die Pressestelle der UDE mitteilt, beträgt seine folgende Amtszeit bei der renommierten Wirtschaftsgesellschaft 4 Jahre. Die Wahl fand auf der diesjährigen Tagung im griechischen Thessaloniki statt.
Der EEFS gehören sowohl führende Wissenschaftler wie auch mitglieder aus dem Finanzsektor der Wirtschaft und des Bankenwesens an. Das Ziel der EEFS sei es, eine Plattform für aktuelle Forschungsergebnisse auf europäischer Ebene zu schaffen. Diese richte sich besonders an Nachwuchswissenschaftler, die ihre eigene Forschung präsentieren wollen. *ck

Bildungsministerium stellt Bildungsbericht 2014 vor

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat gemeinsam mit der Kultusministerkonferenz und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung den Bildungsbericht 2014 vorgestellt. Laut der Pressestelle des Ministeriums setzt sich der Trend zu höheren Schulabschlüssen fort, außerdem gebe es mehr Studienanfänger als je zuvor. So betrage die Quote derjenigen, die nach dem Abitur ein Studium beginnen, über 50 Prozent. Damit übersteigt die Zahl der Studienanfänger erstmals die Zahl der Anfänger einer Ausbildung. Der Bildungsbericht beschreibt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens von frühkindlicher Bildung bis hin zu Studium und Weiterbildung. *lkh

Medizinische Fakultät will zukünftige Professorinnen fördern
Die medizinische Fakultät der Uni Duisburg Essen will mit einem Programm speziell angehende Professorinnen mit Kindern fördern. Wie die Pressestelle der UDE berichtet, bekommen 17 Habilitandinnen für ein Jahr lang eine Studentische Hilfskraft, die bei der Durchführung, Vorbereitung und Auswertung wissenschaftlicher Projektarbeiten eingesetzt werden kann. Dadurch sollen sich die Dozentinnen auf ihre Forschung und ihr Familienleben konzentrieren können. Alle Bewerberinnen konnten in das Programm aufgenommen werden. Bisher streben deutlich weniger Frauen als Männer eine Professur an, mit dem Programm soll dies geändert werden. Ob das Projekt Erfolg hat, soll nach einem halben Jahr untersucht werden. *lkh

Professur für theoretische Physik neu besetzt
Professor Dr. Rossitza Pentcheva hat die Professur für theoretische Physik an der UDE übernommen. Nach Berichten der Pressestelle der UDE beschäftigt sich die Forscherin mit Nano-Materialien. An den Grenzflächen dieser Nano-Partikel können elektronische und magnetische Effekte entstehen, die bei den Ursprungsmaterialien nicht zu finden sind. Diese Effekte und deren Ursachen werden von Pentcheva erforscht, ebenso wie Nanomaterialien designt werden können, um neue Anwendungsmöglichkeiten zu erschließen. Studierende und junge Wissenschaftler sollen dabei auch früh in aktuelle Forschungsthemen einbezogen werden. *lkh

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