Hochschulen Aktuell KW 27

Juni 30, 2014 in Hochschulen Aktuell

Freitag, 04.07.2014
Jubiläumsfeier des DAAD-Programms „RISE“
Der Deutsche Akademische Austauschdienst feiert dieses Wochenende das zehnjährige Bestehen des Programms „Research Internships in Science and Engineering“. Das erklärt der DAAD in einer Pressemitteilung. Gefeiert wird bei dem jährlichen Stipendiatentreffen in Heidelberg, das vom 03. bis zum 05. Juli stattfindet.
Das Programm Rise bietet Studenten aus Nordamerika und Großbritannien die Möglichkeit, diverse Sommerpraktika in Deutschland zu absolvieren. Dabei unterstützen die Stipendiaten meist Doktoranden bei ihren Forschungsarbeiten. Laut Professor Wintermantel wolle man mit dem Programm den ausländischen Studenten zeigen, dass Deutschland ein Spitzenstandort für Forschung und Technik ist. Außerdem habe man bereits mit Hilfe von RISE die Zahl der anglo-amerikanischen Studierenden in den natur- und ingenieurswissenschaftlichen Fächern erhöhen können.

Mehr Chancengleichheit für Studenten mit Migrationshintergrund
Laut einer Pressemitteilung des Deutschen Studentenwerks will die Mercatorstiftung ein neues Programm mit dem Namen „Studium+M“ starten. Das Programm soll dafür sorgen, dass mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund studieren gehen. Außerdem will man die Studierenden dabei untersützen, ihr Studium erfolgreich abzuschließen. Gleichzeitig sollen Studenten mit Migrationshintergrund vermehrt in das deutsche Studentenleben integriert werden. Umgesetzt wird das Programm im März 2015. Hier will die Stiftung Mercator Pilotprojekte von fünf Studentenwerken für drei Jahre fördern. Die Fördersumme beträgt rund eineinhalb Millionen.
[nr]

Neuer Professor der Mathematik  Dr. Martin Hutzenthaler
Wie die Pressestelle der Universität Duisburg-Essen mitteilt, wird Professor Dr. Hutzenthaler den Lehrstuhl für Mathematik verstärken.
Hutzenthaler wird die Professur für Stochastische Analyse antreten und sich verstärkt auf die Anwendung von Stochastik auf die Probleme der Finanzwelt konzentrieren.
Wie sich beispielsweise Marktrisiken im Finanzsystem und Fragen der Physik mit mathematischen Methoden darstellen lassen.
Hutzenthaler studierte in Erlangen, promovierte in Frankfurt und arbeitet im Lauf seiner Karriere in Oxford und an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Fälschen von Forschungsergebnissen wird hart bestraft
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (kurz DFG) hat laut bildungsklick.de erneut die Fälschung von Forschungsergebnissen hart bestraft. Im konkreten Fall hatte der Mediziner Rottländer Teilergebnisse gespiegelt und dupliziert, um so zum gewünschten Ergebnis zu kommen.
Die nötigen Informationen zur Fälschung erhielt die DFG von Professor Ulla C. Hoppe der Universität Leipzig, damals Köln, die selbst Leiterin der Forschungsgruppe war.
Sowohl gegen Rottländer, als auch Hoppe wurde ein förmliches Verfahren eingeleitet. Im Fall Rottländer wurde aufgrund eines schriftlichen Geständnisses
bereits eine schriftliche Rüge und der Ausschluss von der Antragsberechtigung für vier Jahre ausgesprochen.
Im Fall Hoppe wird ein Abschluss der Untersuchung von Seiten der Universität Köln noch vor Ende des Jahrs erwartet.

Experten und Bildungsverantwortliche diskutieren in Berlin über berufliche Bildung
Im Rahmen der Aktion „Chance Beruf“ diskutieren aktuell Experten und Bildungsverantwortliche des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über das Konzept „Chance Beruf – Die berufliche Aus- und Weiterbildung für neue Herausforderungen wappnen“.Dies teilte das Bundesministerium auf seiner Homepage mit. In diesem Jahr sei die Stärkung der beruflichen Bildung oberstes Ziel. Bundesministerin Wanka spricht sich klar für das Vorhaben aus, da berufliche Bildung in Deutschland unter anderem eine zentrale Säule des Wirtschaftserfolgs sei. Wichtige Punkte seien dabei das Prinzip „Prävention statt Reparatur“. Es soll den Schul- und Ausbildungsabschluss verbessern sowie den Übergang von Schule oder Hochschule zum Beruf. Außerdem solle die Initiative „Jobstarter“ Studienabbrechern den Weg ins Berufsleben erleichtern. Den Schwerpunkt „Bildungskette“ gibt es auch. Hier sollen die Berufswahlprozesse in Bund und Ländern systematisiert werden. Zudem sollen Meister-Bafög, Aufstiegsstipendien und Bildungsprämie weiterhin gefördert werden.

 

Deutsche Hochschullehrer haben immer weniger Zeit für Forschung
Das „International Centre for Higher Education Research“ führt unter Hochschullehrern regelmäßig Umfragen durch, um die Zeiteinteilung der Hochschullehrer zu untersuchen. Demnach ist das Ergebnis wenig vielversprechend für die Forschung. Dies berichtet bildungsklick.de. Hochschullehrer gaben an, dass sie immer mehr Zeit in Lehre und Verwaltung investieren. 20 Stunden die Woche bringen sie für Lehre auf. Grund für den Anstieg der Lehrzeit seien nach Angaben des „International Centre for Higher Education Research“ die steigenden Studierendenzahlen und die Umstellung auf das Bachelor- und Mastersystem. Zeit für Forschung bleibe dabei immer weniger. Seit circa 20 Jahren werden die Lehrenden befragt. An ihrer beruflichen Zufriedenheit hat sich nichts geändert. Fast die Hälfte aller Dozenten ist zufrieden bis sehr zufrieden. Lediglich der Personalmangel und die universitäre Ausstattung werden negativer bewertet. Der Wunsch nach genügend Personal für adäquate Forschung wird laut. Die Befragung wird im Juli in der Zeitschrift „Forschung und Lehre“ veröffentlicht.

Studierende haben Parlament und Senatsvertreter gewählt
Die Studierenden der Uni Duisburg Essen haben in der vergangenen Woche das Studierendenparlament und ihre Vertreter für den akademischen Senat gewählt. Wie der Wahlausschuss über die Homepage des Parlaments verlauten ließ, entfielen bei der Auszählung 13 Sitze auf die grüne Hochschulgruppe und jeweils 8 Sitze auf die Linke Liste und den Ring Christlich-Demokratischer Studierender. Erstmals im Parlament vertreten ist die Partei-Hochschulgruppe mit fünf Sitzen und die Liste Mehmet mit drei Sitzen. Davon verfallen allerdings zwei Sitze, da die Liste mit nur einem Kandidaten angetreten ist. Die Wahlbeteiligung konnte mit 7,3 % im Vergleich zur letzten Wahl nahezu verdoppelt werden. Als studentische Verteter im Senat wurden jeweils ein Kandidat der Linken Liste und des Ring Christlich-Demokratischer Studierender, sowie zwei Vertreter der Grünen Hochschulgruppe gewählt.

Frauen habilitieren sich seltener
Immer noch werden in Deutschland Frauen deutlich seltener als Männer Hochschulprofessorinnen oder Inhaberinnen eines Lehrstuhls. Wie Spiegel Online berichtet, lag der Anteil der Frauen bei Professorenstellen im Jahr 2012 nur bei 27 Prozent. Dies geht aus Erhebungen des Statistischen Bundesamts hervor. Laut des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung liegt die geringe Zahl an unsicheren Karriereperspektiven durch befristete Arbeitsverträge und fehlende Möglichkeiten Karriere und Familie miteinander zu vereinbaren. Um den Anteil der Professorinnen zu steigern, werden inzwischen spezielle Mentoring-Programme an den Universitäten angeboten. Zusätzlich dazu gib es ein Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums.

Mediziner des Uniklinikums Essen forscht zur Schlaganfall-Vorsorge
In einer Studie haben Forscher aus den USA und Europa den Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern des Herzens und wiederholten Schlaganfällen erforscht. Wie die Pressestelle der Uni Duisburg Essen berichtet, war an der Studie auch der Direktor der Neurologie des Essener Uniklinikums beteiligt. Die Forscher konnten nachweisen, dass bei einer erhöhten Anzahl von Schlaganfall-Patienten im Vorfeld ein Vorhofflimmern des Herzens stattgefunden hatte. Laut Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Mitautor der Studie, bieten die Erkenntnisse deutliche Vorteile für die vorbeugende Behandlung, da nun andere Medikamente verschrieben werden können. Diese wirken dann besser gegen erneute Schlaganfälle.

Duisburger häufig krank
Duisburgs Bürger sind ungewöhnlich oft krank. Wie Radio Duisburg berichtet, sind Duisburger im letzten Jahr im Schnitt 18,3 Tage krankgeschrieben gewesen. Der Durchschnitt von Krankschreibungen in Nordrhein-Westfalen lag bei 15 Tagen. Die Erhebung geht aus dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse hervor. Der häufigste Grund für krankheitsbedingtes Fehlen sind Rückenprobleme.

Wochenendsperrung der A40
Die A40 wird vom vierten bis zum siebten Juli für ein Wochenende gesperrt. Grund hierfür ist laut derwesten.de eine Baustelle zwischen den Ausfahrten Essen-Kray und Frillendorf. Auf dieser Strecke wird die Autobahn neu asphaltiert. Autofahrer mussten allerdings schon am vergangenen Wochenende mit Einschränkungen rechnen, auf der gleichen Strecke wurden neue Lärmschutzwälle angebracht. Deshalb war die Fahrbahn Richtung Bochum nur einspurig befahrbar.

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