Hochschulen Aktuell 06.08.2014

August 6, 2014 in Hochschulen Aktuell

Zahl der Masterstudienplätze soll bis 2020 enorm steigen
Die Nachfrage nach Masterplätzen an Universitäten in NRW steigt. Wie das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung berichtet, wollen die Hochschulen und Länder bis 2020 insgesamt 65.000 neue Masterstudienplätze schaffen. Diese können durch den Hochschulpakt realisiert werden. Dadurch stehen den Hochschulen 10.000 Euro zur Verfügung – für je einen neu geschaffenen Studienplatz. Die Gesamtsumme beläuft sich damit auf ca. 650 – 700 Millionen Euro. Svenja Schulze, Wissenschaftsministerin von NRW, möchte somit sicherstellen, dass Studierenden nach dem Bachelorstudium eine adäquate Weiterbildung geboten werden kann. Was das neue Wintersemester 2014/2015 betrifft, so blickt Schulze zufrieden in die Zukunft: es seien auch ausreichend Studienplätze für Erstsemester vorhanden. Prof. Holger Burckhardt, Rektor der Uni Siegen, steht dem Masterprogramm auch positiv gegenüber. Er betone aber, dass die zeitlich befristeten Mittel des Hochschulpaktes langfristig aufgebracht werden müssten, da die Zahl der Studierenden auch weiterhin nicht abnehmen, sondern eher zunehmen werde. Ministerin Schulze verspricht sich aber auch weiterhin gute Studienbedingungen für die nachfolgenden Studienanfänger nach 2020.

Jura-Studenten aus Niedersachsen wird möglicherweise das Examen aberkannt

In Niedersachsen bangen jetzt fertige Juristen um ihren Abschluss. Vor vier Monaten wurde bekannt gegeben, dass ein Richter aus Celle Klausurlösungen an Jura-Absolventen in Niedersachsen verkauft hat. Wie die Zeit jetzt berichtet wurden bereits ein Drittel aller Abschlüsse dahingehend geprüft. Die Betroffenen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren Abschluss verlieren. Die Untersuchungen laufen derzeit noch. Im Herbst soll endgültig feststehen, wie viele Studenten betrogen haben. Der betroffene Richter soll Studenten mit hoher Prüfungsangst bestochen haben. Er sitzt zurzeit wegen Korruptionsverdacht in Untersuchungshaft. Zuvor war er mit einer Pistole und 30.000 Euro nach Mailand geflohen. Dort wurde er verhaftet und nach Deutschland ausgeliefert.

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