Hochschulen Aktuell KW 33

August 11, 2014 in Hochschulen Aktuell

Vom 13.08.2014

Immer weniger Förderung durch Bafög in Deutschland

Die Gesamtzahl der mit Bafög geförderten Schüler und Studenten ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat vorgestern die Bafög-Statistik vom letzten Jahr veröffentlicht. Demnach sei die Zahl der Geförderten insgesamt um 2,1 Prozent gesunken. Davon sind fünf Prozent Schüler betroffen. Die Zahl der Studenten mit Bafög-Leistungen sei dabei um 0,8 Prozent rückgängig geworden. In Personenzahlen heißt das: 2013 wurden 960.000 Bafög-Empfänger verzeichnet. Zwei Drittel davon waren Studenten. Der hohe Rückgang der Schüler mit Bafög-Leistungen sei durch die rückgängige Schülerzahl und durch den Elternfreibetrag zu erklären. Das Pro Kopf Durchschnitts-Bafög-Einkommen für Studenten betrug im letzten Jahr 446 Euro pro Monat, für Schüler ca. 410 Euro. Bildungsministerin Johanna Wanka spricht sich für eine Bafög-Reform für 2016 aus. Unter anderem sollen die Bedarfsätze angehoben werden und Wohn-und Kinderbetreuungszuschläge erhöht werden. Somit verspricht sich Wanka den Kreis der Bafög-Empfänger um ca. 100.000 Personen zu vergrößern.

HRK-Projekt soll Hochschulen bei der Studienreform unterstützen

Die Hochschulrektorenkonferenz (kurz: HRK) hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Projekt für die nächsten vier Jahre bezüglich der Studienreform geplant. Das Projekt nennt sich „nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern“. Wie bildungsklick.de berichtet, solle dabei gerade die Studieneingangsphase, die Förderung der Mobilität sowie der Übergang in die Berufswelt verbessert werden. Ausgewählte Fachgruppen aus Medizin, Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften werden in dem Zeitraum Lösungen entwickeln, die – wie HRK-Präsident Dr. Horst Hippler betont – an den wichtigsten Stationen des Student-Life-Cycle anknüpfen. Das heißt zum Beispiel, Studienleistungen sollten europaweit transparenter anerkannt werden und wissenschaftliche Studiengänge sollen besser mit dem Einstieg ins praktische Arbeitsleben korrelieren.

Vom 11.08.2014

Neue Studie zu Hartz-Reformen

Das Institut für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen hat die Auswirkungen der Hartz-Reformen auf den Arbeitsmarkt erforscht. Nach Berichten der Pressestelle der UDE kommt der Leiter der Forschungsarbeit, Professor Dr. Matthias Knuth, dabei zu dem Schluss, dass statt mehr Flexibilität eher Erstarrung auf dem Arbeitsmarkt eingetreten sei. Die Reformen seien für Kurzzeitarbeitslose von Vorteil gewesen, Langzeitarbeitslose hätten jedoch keine besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Außerdem sei die Angst vor Arbeitslosigkeit größer geworden, weswegen Beschäftigte zu größeren Opfern bereit seien, um ihren Arbeitsplatz zu erhalten. Knuth empfiehlt, eine Diskussion über Verbesserungen des Arbeitsmarktes jetzt anzustoßen und nicht erst beim nächsten Wirtschaftsabschwung. Die Forschungsergebnisse sind Teil einer aktuellen Expertise für die Friedrich-Ebert-Stiftung.

Ministerien kooperieren für Forschungsprojekte

Die Bundesministerien für Bildung und Forschung und für Wirtschaft und Energie fördern gemeinsam die Forschungsinitiative „Zukunftsfähige Stromnetze“. Laut der Pressestelle des Bildungsministeriums ist die Stärkung der Stromversorgung durch erneuerbare Energien nur dann umsetzbar, wenn die Stromnetze ausgebaut werden. Dafür müssen notwendige Technologien jedoch erst entwickelt und verbessert werden. Um dies umzusetzen, wollen die Ministerien über 80 Forschungsprojekte fördern. Beteiligt sind daran 300 Hochschulinstitute und 400 Unternehmen. [lkh]

 

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