Hochschulen Aktuell KW 34

August 18, 2014 in Hochschulen Aktuell

InnovationsCity Ruhr als Ort des Fortschritts
Wissenschaftsministerin Schulze zeichnet die InnovationsCity Ruhr in Bottrop als „Ort des Fortschritts“ aus.
Wie das Wissenschaftsministerium NRW berichtet, wurde die Modellstadt von der Wissenschaftsministerin und dem Wirtschaftsminister NRW für die Umsetzung ihrer Energie- und klimapolitischen Ziele ausgezeichnet.
Die Stadt Bottrop hat sich zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 zu halbieren, ohne den Industriestandort zu gefährden. Hierzu entwickele die Stadt zusammen mit den Bürgern geeignete Lösungsansätze.
Auch eine enge Verzahnung mit der ansässigen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sei wichtig. Von den Ergebnissen können andere Kommunen profitieren.
Der Preis „Ort des Fortschritts“ wird im Rahmen der landesweiten Strategie „Fortschritt NRW“ seit 2011 verliehen. Er ehrt Unternehmen und Einrichtungen aus, die gesellschaftliche Herausforderungen unter sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten lösen. *ck

UDE-Professor mit neuem Verfahren in der Pflanzenforschung
Prof. Dr. Markus Kaiser von der UDE und Dr. Erich Kombrink vom Max-Planck Institut Köln übertragen ihre medizinischen Kenntnisse in die Pflanzenforschung.
In einem Artikel in der Nature Chemical Biology stellen die Wissenschaftler ein Molekül vor, das neue Wege in der Pflanzenbiologie eröffnet.
Wie die Pressestelle der UDE mitteilt, heißt das Molekül JARIN-1. Es unterdrücke die Wirkung des Hormons Jasmonsäure. Dieses beeinflusse Blütenbildung, das Wurzelwachstum und die Abwehr- und Heilungsfähigkeit von Pflanzen. Das Molekül JARIN-1 könne den Signalweg des Hormons unterbrechen.
Dieses Verfahren sei bisher in der Pflanzenbiologie nicht zum Einsatz gekommen und könne bisherige Forschungsverfahren ablösen. Moleküle seien in der Pflanzenforschung ein interessanter neuer Weg.
Das Experiment mit JARIN-1 habe gezeigt, wie man solche Moleküle charakterisieren und ihre Wirkung ermitteln kann. Bisherige Verfahren beschränkten sich darauf, einzelne Gene zu isolieren und zu deaktivieren. *ck

Deutschland und Brasilien forschen über Klimawandel

Das deutsche Bildungsministerium und das brasilianische Wissenschaftsministerium fördern gemeinsam den Bau eines Forschungsturms im Amazonasgebiet. Wie die Pressestelle des Bundesministeriums für Bildung und Forschung berichtet, soll der Messturm Informationen über die Treibhausgasbilanz von mehreren tausend Quadratkilometern liefern. Geleitet wird das Projekt vom Max-Planck-Institut für Chemie und dem Institut für Amazonasforschung. Mit den Ergebnissen sollen Forscher die Auswirkungen des Klimawandels auf die Atmosphäre besser verstehen. Es soll auch erforscht werden, wie der Regenwald besser geschützt werden kann. Bildungsministerin Johanna Wanka sieht in dem Projekt ein ausgezeichnetes Beispiel für die internationale Vernetzung in der Grundlagenforschung.

Ruhrunis untersuchen Emscherumbau

Biologen der Uni Duisburg Essen und der Ruhruniversität Bochum wollen die Folgen des ökologischen Rückbaus der Emscher erforschen. Laut Berichten der Pressestelle der UDE sind die Emscher und ihre Nebenflüsse inzwischen so sauber, dass sich wieder einige Tierarten dort ansiedeln. So sind zum Beispiel Flohkrebse und ihre Parasiten wichtige Besiedler von Gewässern und zeigen durch ihre Vielfalt an, wie ausgeglichen das Ökosystem an der Messstelle ist. Die Forscher wollen nun unter anderem die Boye, den zweitgrößten Zufluss der Emscher, untersuchen und die Proben mit umliegenden Gewässern vergleichen. Sie hoffen, dadurch Gesetzmäßigkeiten ablesen zu können, nach denen ehemals zerstörte Ökosysteme wiederbesiedelt werden. Die Emscher war bis vor einigen Jahrzehnten einer der schmutzigsten Flüsse Europas.

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