Hochschulen Aktuell 06.11.2014

November 7, 2014 in Uncategorized

Deutsche Armutsrate höher als der EU-Schnitt
Mehr als zwei Drittel aller deutscher Arbeitslosen sind von Armut bedroht. So eine Pressemitteilung der Universität Duisburg-Essen. Damit würde die deutsche Armutsquote den EU-Durchschnitt um rund 20 Prozent überschreiten. In Ländern wie Frankreich und Dänemark ist die Armut der Arbeitslosen nur halb so hoch. Prof. Dr. Gerhard Bäcker erklärt die hohe Armutsrate mit den Hartz-Reformen der letzten Jahre. Diese würden laut Bäcker nicht zur Existenzsicherung ausreichen. Außerdem würden vor allem in Südeuropa, die arbeitslosen jungen Menschen häufig bei ihren Eltern leben. In Deutschland sei das eher selten der Fall. Wie und ob man gegen die hohe Armutsquote vorgeht, ist bislang nicht bekannt.

Online-Seminare an Hochschulen in Planung

Das Start-Up Unternehmen Iversity bietet tausenden Studenten Online-Seminare, sogenannte „Moocs“, an. Das meldete am gestrigen Abend ein Bericht von Spiegel.de. „Moocs“, das steht für „Massive Open Online Courses“, also frei zugängliche Onlinekurse. Inspiriert wurde das Berlin-Brandenburger Startup von der Universität in Standford. Diese stellte Ende 2011 ihren ersten Kurs online. Zum gleichen Zeitpunkt wurde auch Iversity ins Leben gerufen. Bislang kann das Unternehmen mehr als 700.000 Kurseinschreibungen verzeichnen. Momentan arbeitet Iversity an national-übergreifenden Kursen. Ziel ist ein europäischer Mooc-Verbund, der 2015 starten soll. Bei dem Verbund wollen sich mehr als 50 Universitäten aus ganz Europa beteiligen.

Bildungsgewerkschaft verlangt Stopp von Lohn-Dumping an Hochschulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, kurz GEW, forderte beim bundesweiten Aktionstag für Lehrbeauftrage, Veränderungen in der Personalpolitik. So eine Pressemeldung der GEW. Immer mehr Lehrbeauftragte übernehmen wichtige und vor allem zeitintensive Aufgaben an Hochschulen. Doch laut Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender, würden sie für ihre Arbeit einen Dumping-Lohn erhalten. Denn ein Mindestlohngesetz gelte für Lehrbeauftrage nicht. Außerdem könnten sie jederzeit ihre Stelle verlieren. Um das zu ändern, hat jetzt die GEW, in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, in Berlin ihre „Berliner Resolution“ vorgelegt. In ihrem Papier fordern sie die Landersregierung dazu auf, die Situation der Lehrbeauftragten zu verbessern.
Eine Rückmeldung der Landesregierung steht allerdings noch aus.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.