Hochschulen Aktuell 14.11.2014

November 14, 2014 in Hochschulen Aktuell

Verkauf von Examenslösungen in Niedersachsen
Wie der Spiegel am gestrigen Abend berichtet hat, soll ein Richter aus Niedersachsen vermehrt Jura-Klausuren, inklusive Lösungen, verkauft haben. Deswegen untersuchten jetzt Sonderprüfer die Staatsexamen von 2000 Juristen. In 15 Fällen wurden die Prüfer fündig.
Den Verdächtigen soll zur Strafe das zweite juristische Staatsexamen aberkannt werden. Laut dem Rechtsanwalt Christian Reckling würde das bedeuten, dass alle acht Examensklausuren als ’nicht bestanden‘ gewertet werden. Dabei sei es egal, in wie vielen Klausuren der Prüfling eigentlich betrogen hat. Der Richter selbst sitzt seit Anfang Sommer in deutscher Untersuchungshaft. Letzte Woche wurde er dann von der Staatsanwaltschaft in Verden angeklagt. Wie es mit dem Angeklagten weitergeht, muss jetzt das zuständige Landgericht in Lüneburg entscheiden.

DAAD-Studie zur Willkommenskultur an deutschen Hochschulen
Wie eine Pressemitteilung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, kurz DAAD, meldet, fühlen sich die ausländischen Studenten in Deutschland wohl. So das Ergebnis einer aktuellen Studie, in der 11.000 der insgesamt 300.000 ausländischen Studierenden befragt worden sind. Die ausländischen Studenten fühlen sich in Deutschland gut betreut. Deswegen wollen viele nach ihrem Abschluss hier bleiben. Das sei laut DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel vor allem für die Wissenschaft wichtig, die von einem internationalen Austausch lebt. Um Deutschland zu einem noch attraktiveren Einwanderungsziel zu machen, wollen jetzt Bund und Länder gemeinsam die deutsche Willkommenskultur ausbauen. Ziel ist es, bis 2020 einen Zuwachs von 50.000 ausländischen Studierenden zu erreichen.

Verabschiedung von Bafög-Reform
Seit gestern ist es offiziell: der Bundestag hat die Bafög-Reform verabschiedet. Das bedeutet konkret, dass die Förderung ab Herbst 2016 um sieben Prozent steigen wird. Der neue Förderungshöchstsatz liegt dann bei 735 anstatt 670 Euro. Für alle Studenten die nicht mehr bei ihren Eltern leben, gibt es einen Wohnzuschuss von 250, und nicht mehr 224 Euro. Der Vermögensfreibetrag wurde auch erhöht und liegt jetzt bei insgesamt 7500 Euro. Allen studierenden Eltern stehen ab 2016 130 Euro für jedes Kind zu. Außerdem will man die Bafög-Lücke schließen. Das heißt, dass künftig Studenten auch zwischen ihrem Bachelor- und Master-Studium gefördert werden.
Zusätzlich soll schon ab Januar 2015 der Bund die Ausbildungsförderung allein finanzieren. Das entlastet die Länder um rund 1,2 Milliarden Euro.

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