Hochschulen Aktuell KW 47

November 20, 2014 in Hochschulen Aktuell

Wie Deutschland schläft
Wie reagiert der Körper auf chronische Schlafstörungen? Antworten auf diese und weitere Fragen sucht Prof. Dr. Andreas Stang, neu berufener Professor für Herz-Kreislauf-Epidemiologie am Universitätsklinikum der Universität Duisburg-Essen.
Prof. Dr. Stang ist außerdem Leiter des neu gegründeten Zentrums für Klinische Epidemiologie am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie.
Wie die Pressestelle der UDE berichtet, werde Prof. Stang sich die nächsten drei Jahre an der UDE dem Zusammenhang von Schlaf und Gesundheit widmen. Im Fokus steht dabei u.a., wie sich Schlafdauer, Mittagsruhe oder Atemstörungen im Schlaf auf das Wohlbefinden der Menschen auswirken.
Als mögliche Folgeerkrankungen werden Herz- und Hirninfarkte, Bluthochdruck und Diabetes in den Fokus gestellt. Weiterhin soll erforscht werden, ob diese Zusammenhänge in Familien gehäuft auftreten. Prof. Andreas Stang ist Spezialist auf dem Gebiet Epidemiologie und Biostatistik und leitete bislang das Institut für Klinische Epidemiologie in Halle.

Deutschlandstipendium floppt
Vom Deutschlandstipendium sollen besonders talentierte und engagierte Studenten profitieren. Wie SpiegelOnline berichtet, erhielten im Jahr 2013 jedoch nur knapp 1 Prozent aller Studierenden in Deutschland diese Förderung, ursprünglich geplant waren 8 Prozent. Das Bildungsministerium hatte gut 55 Millionen Euro bereitgestellt, wovon jedoch nicht einmal die Hälfte abgerufen wurde. Ein Großteil der Stipendiaten studiert Ingenieurwissenschaften, gefolgt von angehenden Rechts-, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaftlern, und Studenten der Mathematik und Naturwissenschaften. Am seltensten gefördert werden Sportstudenten und Veterinärmediziner.
2011 wurde das Deutschlandstipendium eingeführt – als Prestigeprojekt der damaligen Bildungsministerin Annette Schavan.
Mit dem Stipendium sollten junge Menschen dazu animiert werden, ein Studium aufzunehmen.

Forschungstag der Medizinischen Fakultät der UDE
165 Doktorandinnen und Doktoranden der Medizinischen Fakultät der UDE treffen sich am 21. November zum Forschungstag im Essener Uniklinikum. Dort präsentiert der medizinische Nachwuchs nämlich ab 9 Uhr seine aktuellen Projekte, stellt sich den Fragen der Kollegen und der Besucher und hofft auf neue Impulse für die weitere Forschungsarbeit. Bei der mittlerweile 13. Ausgabe des jährlich stattfindenden Events, werden die 12 besten Beiträge der jungen Wissenschaftler mit jeweils 250 Euro ausgezeichnet. Drei der Gewinner gehen dann sogar noch einmal in einem Vortragswettbewerb ins Rennen um weitere 500 Euro.

Whats up Deutschland?
Mehr als 600 Millionen Menschen nutzen den Internetdienst WhatsApp. Kein Wunder also, dass sich jetzt auch die Universitäten mit dem Kommunkationsphänomen auseinandersetzen. Sprachwissenschaftler aus ganz Deutschland haben nämlich kürzlich das Projekt „What’s up Deutschland“ gestartet und untersuchen nun, in wie fern sich unsere Sprache durch die Benutzung von WhatsApp verändert, wie Umgangssprache und Dialekt eingebaut und Smileys genutzt werden. Neben den Linguisten der Unis Leipzig, Hannover, Dortmund, Dresden und Mannheim ist mit Prof. Dr. Evelyn Ziegler auch die UDE bei diesem Großprojekt vertreten. Freiwillige können ab sofort auf www.whatsup-deutschland.de ihre WhatsApp-Nachrichten zu Forschungszwecken einschicken. Fotos, Sprachnachrichten und Texte werden nach der Auswertung natürlich wieder gelöscht und anonym behandelt. Mit ersten Ergebnissen rechnen die Forscher im Frühjahr 2015.

Interkulturelles Projekt über deutsch-türkische Klischees
Was denken Deutsche über Türken und umgekehrt? Dieser Frage geht nun ein Forschungsteam unter der Federführung der UDE nach. Denn am 21. November wird ein neues Projekt mit dem Titel „Deutsche und türkische Stereotypen im Vergleich“ in Berlin vorgestellt. Auch unser Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache ist an dem Projekt beteiligt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Anhand zeitgenössischer Pressetexte und aktueller Belletristik wollen die Forscher heutige Klischees über die Deutschen und die Türken analysieren. Aber auch historische Texte sollen als Grundlage der Untersuchung dienen, so die Pressestelle der UDE.

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