Hochschulen Aktuell KW 49

Dezember 1, 2014 in Hochschulen Aktuell

04.12.2014

Steigende Ausgaben für Unternehmen wegen Nachhaltigkkeits-Zertifikaten

Viele Unternehmen beklagen die mangelnde Transparenz in der Nachhaltigkeitsdebatte. Wie die Pressestelle der UDE berichtet, müssten viele Zertifikate erworben werden, dass sich der Aufwand und Nutzen nicht mehr die Waage halten kann. Eine Studie des Lehrstuhls für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Controlling an der UDE zeigte kürzlich, dass gerade auf mittelständische Unternehmen immer höhere Kosten für eine Reihe an Zertifikaten zukämen. Großunternehmen gingen eine Kooperation mit diesen Firmen nur ein, wenn diese auch bewusst nachhaltig geprüft seien. Der BWL Professor Dr. Andreas Wömpener fand diese Ergebnisse in Zusammenhang mit der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung heraus. Man wolle die Fülle an teuren Zertifikaten, die nicht transparent ihren Nutzen darlegen, kürzen. Stattdessen will man auf ein einziges Zertifikat für ein Label zielen, welches für den Verbraucher bezeugen kann, dass Produkte komplett sozial korrekt hergestellt und dabei auch ökologisch entwickelt wurden. Mit dieser einheitlichen einmaligen Unternehmenszertifizierung bleibe dann auch weiterhin Geld für Nachhaltigkeitsprodukte.

Vernachlässigte Krankheiten in Afrika sollen endlich verstärkt bekämpft werden
Die armutsbedingten Krankheiten in Afrika, welche jahrelang vernachlässigt wurden, sollen nun gemeinsam untersucht und bekämpft werden. Gemeinsam ist dabei das Schlüsselwort und bedeutet eine enge Zusammenarbeit und Absprache zwischen deutschen und anderen europäischen Forschern mit den afrikanischen Partnern zusammen.
Zwei Tage nach dem internationalen AIDS-Tag am 1. Dezember veröffentlicht das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Fortschritte des EDCTP-Programms. EDCTP, das steht für “European and Developing Countries Clinical Trials Partnership”. HIV, Malaria und Tuberkulose konnten so schon besser behandelt werden. Diese drängendsten Gesundheitsprobleme in den Entwicklungsländern sollen in den Griff bekommen werden und sind der Europäischen Kommission 1,9 Milliarden Euro wert. Diese Summe wurde von den Mitgliedstaaten der EU, den afrikanischen Partnern und einigen Stiftungen aufgebracht.

Service-Learning-Konzepte der UDE gewinnen Wettbewerbe

In sogenannten Service Learning Konzepten der Universität Duisburg Essen sollen Studierende lernen, wie sich Hilfsprojekte und akademische Inhalte miteinander verbinden lassen. Nach Berichten der Pressestelle der UDE sind diese Konzepte nun ausgezeichnet worden. Zunächst gewann das Projekt den Wettbewerb „Campus und Gemeinwesen. Partnerschaften für Innovationen in Hochschule und Gesellschaft“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Nun wurde das Service Learning Konzept auch in ein Programm für bürgerliches Engagement im Rahmen des Erasmus plus-Projektes aufgenommen. Zusammen mit elf anderen europäischen Hochschulen sollen Qualitätskriterien und ein internationales Weiterbildungsprogramm für Service Learning an Hochschulen erarbeitet werden. Service Learning ist an der Uni Duisburg Essen vor allem durch die

Arbeitsgruppe UNIAKTIV vertreten. Diese wurde von Wissenschaftsministerin Schulze im Herbst als Ort des Fortschritts ausgezeichnet.

Deutschland erreicht höchste Zahl von Studierenden

Im Wintersemester 2014/15 waren in Deutschland so viele Studierende wie nie zuvor an Universitäten und Fachhochschulen eingeschrieben. Wie die Pressestelle des Ministeriums für Bildung und Forschung berichtet ging die Anzahl der Neueinschreibungen zwar zurück, dies liegt jedoch daran, dass die Zahlen im Vorjahr durch die doppelten Abiturjahrgänge in mehreren Bundesländern überdurchschnittlich hoch waren. Die Daten wurden in der letzten Woche vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Ein Höchststand an Studierenden wurde in Nordrhein Westfalen bereits im letzten Jahr erreicht. Bildungsministerin Johanna Wanka betonte, dass die hohe Zahl der Studierenden zeige, wie wichtig der Hochschulpakt für ein qualitativ hochwertiges Studium sei. Im Hochschulpakt sind seit 2007 zusätzliche Geldmittel für jeden zusätzlichen Studienanfänger vorgesehen. Eine Neufassung des Hochschulpaktes zwischen Bund und Ländern zur Hochschulfinanzierung ist Mitte Dezember vorgesehen.

Neuer Sonderforschungsbereich an der UDE

Stau- und Krebsforschung sind zwei Teilbereiche eines neuen Sonderforschungsbereiches an der Uni Duisburg Essen. Nach Berichten der Pressestelle der UDE sind die Projekte Teil des Forschungsbereiches „Verfügbarkeit von Informationen durch Analyse unter Ressourcenbeschränkung“. In diesem soll Datenverarbeitung in den Bereichen Geschwindigkeit und Energiebedarf verbessert werden. Am Sonderforschungsbereich sind auch die Technische Universität Dortmund und das Leibnitz-Institut für Analytische Wissenschaften beteiligt. Die Teilprojekte an der Uni Duisburg Essen befassen sich mit sehr unterschiedlichen konkreten Forschungsfragen. Zum einen soll ein neues Prognoseverfahren für innerstädtische Verkehrsprobleme entwickelt werden. Das zweite Teilprojekt befasst sich mit einem Voraussagemodell um das Risiko für eine bei Kindern oft auftretende Krebserkrankung einschätzen zu können. Die Projekte werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über die nächsten vier Jahre gefördert.

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