Hochschulen Aktuell KW 03

Januar 15, 2015 in Hochschulen Aktuell

Sonderforschungsbereiche in NRW
50 Forschungsprojekte werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Wie das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung berichtet werden Arbeiten in ausgewählten Bereichen der Grundlagenforschung mit fachübergreifendem Hintergrund gefördert. Bundesweit werden 240 Forschungsansätze von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. In NRW belegt die Hochschule Bonn mit 8 geförderten Projekten Platz eins. An der Universität Duisburg Essen werden zwei Sonderforschungsbereiche gefördert.

Förderurkunden verliehen
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka hat die Siegerinnen und Sieger des Nachwuchswettbewerbs „Mensch-Technik- Interaktion für den demografischen Wandel“ ausgezeichnet. Wie das BMBF berichtet habe Johanna Wanka dabei erklärt, dass die Technik den Menschen dienen müsse, nicht umgekehrt. So erforschen in den nächsten Jahren acht interdisziplinäre Forschungsgruppen, wie Menschen noch stärker von technischen Systemen im Alltag profitieren können.

Hochschulen in Deutschland werden noch internationaler
Mehr ausländische Erstsemester, mehr Wissenschaftler aus anderen Ländern und eine gesteigerte Mobilität deutscher Studierenden ins Ausland – Hochschulen in Deutschland werden immer internationaler. Das ergab eine aktuelle Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Zusammenarbeit mit der Hochschulrektorenkonferenz und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Demnach bestanden im vergangenen Jahr rund 31.000 internationale Kooperationen, an denen fast 300 deutsche Hochschulen und ausländische Partner aus 150 Staaten beteiligt waren, heißt es beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Fast die Hälfte dieser Kooperationen sind Teil des ERASMUS-Programms, dem weltweit größten EU-Förderprogramm von Auslandsaufenthalten. Unterschiede bezüglich der internationalen Ausrichtung deutscher Unis und FHs ließen sich laut Studie aber trotzdem erkennen: So sei die Zahl der ausländischen Studierenden und Lehrenden vor allem an TUs und Kunst- und Musikschulen in den letzten 10 Jahren um 13-20 Prozent gestiegen.

Anwesenheitspflicht noch immer umstritten
Das in diesem Wintersemester in Kraft getretene Hochschulgesetz zum Thema Anwesenheitspflicht trifft noch immer auf heftigen Widerstand, heißt es bei Spiegel Online. Denn seit Oktober letzten Jahres müssen Studierende in NRW nur noch bei Exkursionen, Sprachkursen und sprachpraktischen Übungen erscheinen. Dozenten zeigen sich mit dieser Entscheidung natürlich nicht einverstanden und sähen in der neuen Regelung vor allem den Wert ihrer Arbeit entwertet, so Spiegel Online. Vor Lehrenden, die versuchten, durch die Hintertür doch noch die Anwesenheit ihrer Studierenden zu überprüfen, würde mittlerweile sogar durch sogenannte „Anwesenheitsmelder“ online gewarnt werden, heißt es weiter. Studiengänge, die im Staatsexamen studieren, wie beispielsweise Medizin und Pharmazie, sind von der neuen Regelung übrigens nicht betroffen. Sie unterliegen noch dem Bundesrecht. Auch in einigen anderen Bundesländern, darunter Bremen, Niedersachsen und Bayern gilt ein solches Landesgesetz. In den meisten Bundesländern entscheiden die Hochschulen aber noch selbst, ob sie eine Anwesenheitspflicht erlassen.

Absolventen der UDE schneiden beim Berufseinstieg sehr gut ab
Bachelor- und Masterabsolventen der Universität Duisburg-Essen schneiden beim Berufseintritt im Vergleich zu Absolventen anderer Universitäten deutlich besser ab. Dies zeigen Ergebnisse einer bundesweiten Absolventenstudie, die das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung kürzlich veröffentlicht hat. Absolventen von insgesamt 47 Hochschulen deutschlandweit wurden befragt, darunter auch Ex-Studenten der 12 nordrhein-westfälischen Unis. Laut Umfrage waren rund 70 Prozent der UDE-Masterabsolventen eineinhalb Jahre nach ihrem Abschluss erwerbstätig. Damit liegt die Erfolgsquote beim Berufseinstieg mit 12-18 Prozent wesentlich höher als im landes- und bundesweiten Vergleich. Der Großteil der Masterstudenten aus Essen und Duisburg ist laut Umfrage außerdem Vollzeit beschäftigt. Bei den Bachelorabsolventen trifft das auf jeden zweiten zu. Auch beim Thema Geld sieht es für die UDE-Absolventen gut aus. Rund 65 Prozent der Masterabsolventen verfügen über ein Bruttomonatseinkommen von über 3.000 Euro. Bachelorabsolventen haben etwa 1.000 Euro weniger pro Monat. Im bundesweiten Vergleich liegen sie damit aber trotzdem vorne.

Mehr Studierende an privaten Hochschulen
Die Zahl von Studierenden an privaten Hochschulen hat in Nordrhein-Westfalen im letzten Jahr um rund 15 Prozent zugenommen. Dies berichtet Bildungsklick.de unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Landesamtes. Demnach sind 27 der 77 Hochschulen in NRW in privater Hand, davon sind über 95% private Fachhochschulen. Die Zahl der Studierenden an Hochschulen in privater Trägerschaft hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Derzeit sind in NRW rund 67 Tausend Studierende an einer privaten Fachhochschule, Universität oder Kunsthochschule eingeschrieben.[lkh]

Städteplaner ist Scientist in Residence
Die Gastprofessur des Scientist in Residence wird aktuell von Geografen und Stadtplaner  Professor Michael Batty besetzt. Wie die Pressestelle der UDE berichtet, lehrt Batty am University College London und beschäftigt sich mit den Strukturen von Ballungsräumen und stadtplanerischen Herausforderungen wie Bevölkerungswachstum und demografischem Wandel. Durch von ihm entwickelte Computermodelle sollen Städte und Regionen weiterentwickelt werden. Die Gastprofessur Scientist in Residence wurde bereits 1998 eingerichtet und liegt in diesem Jahr unter dem Schwerpunkt Urbane Systeme.[lkh]

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