Hochschulen Aktuell KW 04

Januar 22, 2015 in Hochschulen Aktuell

Geringe Absolventen-Rate im internationalen Vergleich
Wie Spiegel Online berichtet, schließen nicht genügend Studierende ihr Studium ab. Zwar beginnt rund die Hälfte der Abiturienten nach dem Abi ein Studium. Allerdings erreicht nur ein Viertel den Abschluss. Laut der Organisation für wirschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, auch OECD, reicht das nicht aus. Denn im internationalen Vergleich beenden im Schnitt mehr als 40 Prozent der Studenten ihr Studium. Mit einer Absolventen-Rate von rund 27 Prozent, liegt Deutschland demnach deutlich unter dem Schnitt. Bildungspolitiker erklären die niedrige Rate mit dem Konzept der dualen Berufsausbildung. Denn viele Tätigkeiten, für die man im Ausland studiert haben muss, sind in Deutschland Lehrberufe.

Deutsche Studenten machen zu wenige Auslandserfahrungen
Der Daimler-Chef Dieter Zetsche bemängelt die wenigen Auslandserfahrungen der hier lebenden Studenten. So eine Pressemeldung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. In dem neuen Bildungsmagazin des Stifterverbands, Carta 2020, appeliert Zetsche an Vertreter aus Universitäten, Wirtschaft und Politik. Er fordert, dass sie Studenten besser vermitteln, wie wichtig ein Jahr im Ausland ist. Denn laut Zetsche, zählen Fremdsprachen und Auslandserfahrungen längst zu den Kernkompetenzen in der deutschen Industrie. Auch sonst beschäftigt sich Carta 2020 mit dem Thema Internationalisierung. So berichtet das Magazin unter anderem über die Internationalisierungs-Strategien von Hochschulen.

Neue Perspektiven für Studienabbrecher
Wie eine Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, kurz BMBF, gestern meldete, starten ab diesem Jahr im Programm Jobstarter plus 18 neue Projekte. Sie sollen  Studienabbrecher dabei helfen, eine duale Berufsausbildung zu beginnen.
Laut der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka, werden mit diesen Projekten Studienabbrecher, Kammern, Betriebe und Hochschulen zusammengebracht. Studienabbrechern biete man damit neue Karrierechancen. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten durch den Start der Projekte neue Fachkräfte.
Für die insgesamt 18 Projekte, stellt das BMBF rund 7,2 Millionen Euro zur Verfügung. Bis 2020 will das BMBF noch weitere Projekte mit bis zu einhundertzehn Millionen Euro fördern.

Ausbeutung von Wissenschaftlern stoppen
Bundesforschungsministerin Johanna Wanka will gegen die miserablen Arbeitsbedingungen von jungen Forschern vorgehen.
Daueraufgaben sollen nicht mehr über Zeitverträge geklärt werden.
Laut Spiegel Online arbeiten rund 90 Prozent des wissenschaftlichen Nachwuchses zurzeit unter solchen Bedingungen.
Wanka erklärte in einem Interview mit der Süddeutschen, dass die Möglichkeit, Forschern befristete Verträge zu geben, teilweise ausgenutzt werde.
Sie wolle durch eine Gesetzesänderung gegen diese miserablen Arbeitsbedingungen vorgehen.
Bei beispielsweise Doktorarbeiten sollen Verträge sich daran orientieren, wie lange für die Promotion nötig sei. Dabei könne man selten von weniger als drei Jahren ausgehen, heißt es weiter.
Hintergrund dieser geplanten Änderung ist ein Statement der Bildungsgewerkschaft GEW.
Sie hatte in der vergangen Woche davon berichtet, dass mehr als die Hälfte des wissenschaftlichen Nachwuchses sich mit Vertragslaufzeiten von unter einem Jahr arrangieren muss.

OECD rügt Deutschland für geringe Akademiker-Rate
Noch nie gab es so viele Studierende in Deutschland, trotzdem sind es nicht genug, mahnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung – kurz OECD.
In anderen Industrieländern beendeten weit mehr junge Menschen ein Studium, heißt es bei Spiegel Online.
In Deutschland schreiben sich rund die Hälfte aller Schulabgänger an Universitäten und Fachhochschulen ein – das ist viel für deutsche Verhältnisse.
Im internationalen Vergleich sieht es aber schlecht aus.
Durchschnittlich rund 40 Prozent der jungen Erwachsenen machen in den OECD-Ländern ihren Abschluss.
In Deutschland sind es weniger als 30 Prozent.
Der stärkste Anstieg wurde übrigens in Korea verzeichnet. Dort verdoppelte sich die Zahl der Absolventen innerhalb von 13 Jahren.
In Japan und Kanada schließen rund 60 Prozent ihr Studium erfolgreich ab.
Auch in Polen und Luxemburg ist der Anteil junger Akademiker deutlich gestiegen.

UDE-Forscher entdecken neue Therapie bei Lungenkrebs
Für Patienten mit metastasiertem Lungenkrebs gibt es zukünftig eine neue Behandlungsmethode neben der klassischen Chemotherapie.
Weist ihr Tumor eine bestimmte Genmutation auf, kann ein zielgerichteter Wirkstoff eingesetzt und die Lebenserwartung um ein Jahr verlängern werden.
Das haben unter anderem Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der UDE nachgewiesen, heißt es von der Pressestelle der UDE.
Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland.
Fast 56.000 Menschen erkrankten im vergangen Jahr neu daran.
Bei Frauen ist Lungenkrebs die dritthäufigste Erkrankung.
Bei Männern ist sogar jeder zweite Krebspatient vom Lungenkarzinom betroffen.

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