Hochschulen KW 23

Juni 7, 2017 in Hochschulen Aktuell

Hochschulen vom 07.06.2017

Studienabbrecher finden häufig eine andere Arbeit

Eine Studie vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (D Z H W) zeigt, dass viele Studenten ihr Studium abbrechen, aber trotzdem den Wechsel in andere Berufe gut schaffen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Studie zum Thema Studienabbruch in Auftrag gegeben und hat jetzt das Ergebnis vorgestellt.
Das D Z H W hat herausgefunden, dass 29% aller Bachelorstudierenden ihr Studium nicht beenden, an Universitäten liegt die Quote bei 32%. Allerdings gestalten viele Studienabbrecher ihr Berufsleben von da an erfolgreich: Ein halbes Jahr nach dem Abbruch haben 43% eine Ausbildung angefangen und 31% gehen einer anderen Beschäftigung nach.
Der häufigste Grund für einen Studienabbruch ist laut der Studie die Menge an unbewältigten Leistungsanforderungen innerhalb des Studiums.
Eine Teilstudie der Mercator Stiftung zeigt außerdem, dass Studenten mit Migrationshintergrund eine deutlich höhere Abbruchquote aufweisen. Gründe dafür sind zum Beispiel die soziale Herkunft und familiäre Situationen.
Als Konsequenz aus den Ergebnissen der Studie will das BMBF u.a. die Berufsorientierung an Schulen noch weiter ausbauen und gezielt Studienanfänger noch mehr unterstützen und bessere Rahmenbedingungen schaffen.

Neues Schulprojekt zwischen der UDE und der Radboud Universität Nijmegen

Die Euregio Rhein-Waal fördert mit 3,4 Millionen Euro das Projekt „Nachbarsprache – buurcultuur“. Dieses Projekt soll Schüler und Lehrer aus deutsch-niederländischen Grenzgebieten die Möglichkeit geben, durch gemeinsamen Austausch die andere Sprache zu lernen. Dafür werden Schulpaare aus einer Deutschen und einer Niederländischen Schule gebildet. Zu Beginn des Projektes gibt es drei grenznahe Schulpaarungen, weitere sollen noch gefunden werden.
Das Projekt beinhaltet Schüler und Lehreraustausche, die wöchentlich oder mehrtägig sein können, aber auch „landestypische“ Ausflüge.
Ziel ist es, den Schülern einen lebendigeren und praxisnäheren Sprachunterricht zu bieten, und sie so besser auf das Leben und Arbeiten auf internationaler Ebene vorzubereiten.
Die Austausche werden auch wissenschaftlich begleitet, um eventuelle Probleme und positive Effekte im Anschluss herausarbeiten zu können.

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