Hochschulen Aktuell vom 19.02.2019

 

Neue Professorin untersucht die Schere zwischen Arm und Reich

Dr. Miriam Rehm ist neu an der Universität Duisburg-Essen. Sie tritt ihre Juniorprofessur für Sozioökonomie mit dem Schwerpunkt der Ungleichheitsforschung an der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften an, wie die Pressestelle der UDE berichtet. Im Mittelpunkt dieser Forschung steht die Frage nach dem internationalen Vergleich von Einkommen und Vermögen. Ihre konkreten Vorhaben drehen sich dabei unter Anderem um die Zusammenhänge zwischen Arbeitsmarktpolitik, Wirtschaftspolitik und Ungleichheit. Bei ihrer Forschung sollen insbesondere Themen wie Migration, Mindestlohn und Vermögens- und Einkommensverteilung im Fokus stehen. Außerdem möchte sie die Theorie von Wachstumsmodellen weiterentwickeln, die bisher oft nur Kapital und Arbeit und nicht die personelle Verteilung davon berücksichtigen. Bevor Dr. Rehm an die UDE kam, arbeitete sie in der österreichischen Bundesarbeitskammer. Ihre Forschung wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Young Economists Award der Nationalökonomischen Gesellschaft.

 

Rechtsmediziner untersuchen DNA in Zusammenhang mit gereinigten Tatorten

Die naturgegebene Stabilität der DNA ist die Grundlage jeder forensisch-genetischen Tatortanalyse. Laut der Pressestelle der UDE haben daher Forscher der medizinischen Fakultät untersucht, wie gut sich DNA trotz Reinigungsversuchen auf Oberflächen hält und wie sehr sie beim Reinigen verschleppt werden kann. Bei dieser Untersuchung haben Rechtsmediziner der Universitätsklinik mehr als 200 glatte Tischoberflächen und raue Stuhlpolster mit Hautzellen, Blut und Speichel versehen und anschließend gründlich abgewischt. Vor allem Körperflüssigkeiten waren nach der Reinigung noch nachweisbar. Die Blutproben ließen sich zu 100% wiederfinden und die Speichelproben zu 75%. Daraus ließen sich sogar vollständige DNA-Profile isolieren, die eine eindeutige Zuordnung zum Spurenleger ermöglichen. Die Studie zeigt, wie wichtig es ist, das Spurenbild vom Tatort sorgfältig zu analysieren und sowohl scheinbar gereinigte Bereiche als auch benutzte Reinigungstextilien in eine Tatortanalyse einzubeziehen. Denn auch Bereiche, die dem bloßen Auge sauber erscheinen, können zu einem vollständigen DNA-Profil von Tätern und Opfern führen.

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