Hochschulen Aktuell vom 10.06.2020

Neues Pendelkonzept für die Ruhr-Unis

Egal ob in Forschung oder im Studium, die Ruhr Universitäten stehen in engem Kontakt zueinander und sind stark vernetzt. Doch trotz des einwandfreien Austausches innerhalb der Unis, lässt die Verkehrstechnische Vernetzung außerhalb der Unis zu wünschen übrig. Das pendeln mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Das meinen nicht nur die Studenten*Innen, sondern auch die Wissenschaftler*Innen der Uniallianz.

Laut der Pressestelle der UDE, arbeiten die Unis aktuell an einem verbesserten Pendelkonzept. Das Projekt InnaMoRuhr soll die vier Ruhr-Standorte Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund besser miteinander vernetzten. So soll eine Angebotslücke geschlossen und die Mobilität für Studierende und Beschäftigte zukünftig nachhaltiger gestaltet werden.

Die ersten Schritte des Projekts sind für Herbst diesen Jahres angesetzt. Eine Befragung zum Mobilitäsbedarf soll bei der Auswahl des passenden emissionsfreien Services helfen. 

Das Projekt InnaMoRuhr wird vom Land mit 1,9 Mio. Euro gefördert. Die UDE ist mit verschiedenen Disziplinen an dem Projekt beteiligt.

Besseren Schutz für Dual Studierende

Kurz vor Anbruch ihres Studiums stehen dual Studierende vor der Wahl: das Studium im Praxis,- oder im ausbildungsintegrierten Format durchlaufen? Entscheiden sich die Studenten*Innen für die ausbildungsintegrierende Variante, sichern sie sich einen Ausbildungsvertrag in einem Betrieb und haben somit dieselben Rechte wie jede*r Auszubildende, nach den Regeln des Berufsbildungsgesetztes.

Doch die Mehrzahl der Studierenden wählt das deutlich risikoreiche Format: Sie durchlaufen den Praxisteil ihres Studiums als Praktikant*in in einem Unternehmen. Ohne Ausbildungsvertrag, mit einer individuell ausgehandelten Bezahlung. „Was in normalen Zeiten bereits zu klaren Nachteilen führt […] spitzt sich in Corona-Zeiten deutlich zu.“ – befürchtet jetzt Dr. Sirikit Krone vom Institut für Arbeit und Qualifikationen an der UDE. Bei Insolvenz oder Betriebsschließung aufgrund der Corona-Krise, ist die Zukunft der Studierenden nicht gesichert und könnte sogar den Abbruch des gesamten Studiums zur Folge haben. Eine Umfrage zur Planung des kommenden Ausbildungsjahres zeigte schon eine deutliche Tendenz: Sowohl Unternehmen als auch Schulabgänger*innen, stehen der praxisintegierenden Studienform mit großer Unsicherheit gegenüber. Forscher fordern nun, die Ausbildungssituation der dual Studierenden in allen Formen mit unter die Rettungsschirme der Bundesregierung zu stellen. Die Rettungsanker, die aktuell zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes ins Leben gerufen wurden, greifen dort nämlich nicht