Hochschulen Aktuell vom 14.06.2019

Musik verbessert Stimmung bei erwachsenen ADHS-Patienten

Die bekannte Aufmerksamkeitsdefizitstörung ADHS tritt nicht nur im Kindesalter auf: Auch Erwachsene leiden unter dieser komplexen Entwicklungsverzögerung, sind häufig emotional labil. Dass Musik einen positiven Einfluss auf die Stimmung haben kann, hat nun ein Team von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der UDE herausgefunden. Wie die Pressestelle berichtet, wurden am LVR-Klinikum Patienten, zusammen mit gesunden Kontrollpersonen, in zwei Gruppen aufgeteilt. Während eine Gruppe zehn Minuten lang eine Klaviersonate von Mozart hörte, verweilte die andere Gruppe in einem stillen Raum. Nach der Auswertung von Fragebögen der über 80 Studienteilnehmer, stand fest, dass das Musikhören die negative Stimmung senken konnte. Dr. Marco Zimmermann, Initiator der Studie, sprach von einem Rückgang der Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit, sowohl bei den ADHS-Patienten, als auch bei den gesunden Kontrollpersonen. In den stillen Gruppen sei dieser Effekt nicht nachweisbar gewesen.

Bundesweit erste Professur für Schlafmedizin

Schlafstörungen mit digitalen Methoden behandeln – das gehört zu den Zielen von Professor Dr. Christoph Schöbel, der die neue Professur für Schlafmedizin mit Schwerpunkt Telemedizin an der UDE innehat. Digitale Medien würden der Schlafmedizin neue Chancen bieten, so Schöbel gegenüber der Pressestelle der UDE. Denn: im Schlaflabor könne immer nur eine Nacht ausgewertet werden, die für den Patienten zudem in einer ungewohnten Umgebung stattfände. Eine zuverlässige Methode zur Weiterbeobachtung zuhause, mithilfe von Apps, könne die Arzt-Patienten-Beziehung erweitern, Therapien unterstützen und die Sicherheit von Diagnosen erhöhen. Neben seiner Lehre an der UDE, übernimmt Schöbel gleichzeitig auch die Leitung des Schlafmedizinischen Zentrums der Ruhrlandklinik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.