Hochschulen Aktuell vom 21.02.2020

Die Universitätsallianz Ruhr lässt weitere Millionen in das Projekt MERCUR fließen

Die finanzielle Förderung des Mercator Research Center Ruhr, kurz MERCUR, wird fortgesetzt. Das berichtet die Pressestelle der UDE. Weitere 22 Millionen Euro sollen über die nächsten fünf Jahre in das Center fließen. Dabei kommen 11 Millionen von der Mercator Stiftung selbst, die Hochschulen der Universitätsallianz Ruhr übernehmen die Kofinanzierung. Der Geschäftsführer der Mercator Stiftung Dr. Wolfgang Rohe erklärte, dass durch die weitere Finanzierung von MERCUR die Vernetzung der Hochschulen noch weiter ausgebaut, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit gesteigert und damit das Ruhrgebiet insgesamt gestärkt werden solle. Somit können durch die erfolgreiche Zusammenarbeit der TU Dortmund, der Ruhr-Universitäten Bochum und der UDE, zukünftig die Unterstützung effektiver Forschungen gesichert werden.

MERCUR wurde von der Stiftung Mercator und den Universitäten der Universitätsallianz Ruhr vor 10 Jahren ins Leben gerufen. Innerhalb dieser Zeit hat das Center zahlreiche Projekte des Verbundes unterstützt und dazu beigetragen, dass die Allianz der Ruhr-Universitäten auch über die Grenzen des Ruhrgebietes hinaus zum Vorbild für universitätsübergreifende Kooperationen wurde. MERCUR möchte die Region stärken und das Ruhrgebiet als professionellen Forschungsstandort national und international noch sichtbarer machen.

„DiGeo“ für einen kritischen Umgang mit Geomedien

Karten-Apps und Online Karten haben sich schon längst stark in unseren Alltag integriert. Sie suchen für uns Adressen, zeigen uns Orte in der Nähe oder navigieren  uns zum Ziel. Ein Angebot, welches frei genutzt und mitgestaltet werden kann. Doch so nützlich die Apps auch scheinen, oft rückt dabei die kommerzielle Absicht der Betreiber in den Hintergrund. Aus unseren Daten ziehen die Konzerne Schlüsse über unseren Wohnort oder unsere Interessen, um uns daraufhin personalisierte Werbung zu präsentieren. Für Nichtwissende stellt das eine tatsächliche Gefahr dar.

Die UDE-Professorin Dr. Inga Gryl hat dieses Problem erkannt und das Projekt „DiGeo“ ins Leben gerufen, das sich mit einem reflektierten Umgang mit Geomedien beschäftigt. Schon in der Grundschulzeit soll die Aufklärung beginnen. Wissenschaftler entwickelten dafür ein didaktisches Konzept für die Nutzung digitaler Karten, das Lehrkräfte auf einen entsprechenden Unterricht vorbereiten soll. Das Fachkonzept soll für drei Schulformen geeignet sein. Laut der Pressestelle der UDE soll es zudem als freies Lehrmaterial veröffentlicht werden und für jeden frei zugänglich sein. Das Projekt startete bereits im Januar und wird über die nächsten drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden.

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