Modeklischees: Kann man an den Klamotten das Studienfach erkennen?

Oktober 31, 2013 in ...und sonst?

Was studieren denn unsere drei Redaktionsmitglieder?

Sage mir was Du trägst und ich sage Dir, was Du studierst. Ob das wirklich so ist, das haben wir mal näher unter die Lupe genommen und uns schlaugemacht, was Modeklischees an der Uni angeht.

Die Chancen, an der Klamotte den Studiengang zu erkennen, stehen eigentlich oft gar nicht so schlecht. Zumindest hat sich offensichtlich unter den Kommilitonen ein Spielchen breit gemacht. Was das Bullshit-Bingo im Seminarraum ist, ist auf Studiparties oder in der Kaffeepause gerne mal das Studiengangsraten. Und was fällt einem am Kommilitonen, der da am Aschenbecher steht oder in der Sonne sitzt als erstes auf? Klar, die Kleidung und die Accessoires.

Außerdem: die Klischees über verschiedene Studiengänge kennen ja die meisten von uns. Wenn uns also ein Kommilitone in Barbour-Jacke, im Poloshirt oder mit Segelschuhen, oder eine Kommilitonin mit Perlenohrringen, weißer oder blaßblauer Bluse und Burberry-Schal entgegen kommt, denken wahrscheinlich die meisten von uns: BWL-Studi! Oder bei Unis mit juristischer Fakultät halt: Jura-Studi! Kommt uns aber jemand mit Jutetasche, Holzschmuck und Wallewalle-Klamotten mit bunten Aufdrucken entgegen, gibt’s mehrere Möglichkeiten. Sonderpädagogik, Soziologie oder irgendwas in Richtung Kunst oder Design.

Soweit diejenigen, die besonders aus der Masse herausstechen. Nach dem Klischee gibt’s aber auch die auffällig unauffälligen. Das wären dann einmal die Informatik-Studenten. Böse Zungen behaupten ja, die wären besonders geschmacklos und greifen einfach morgens in den Schrank und nehmen das, was sie als erstes rausziehen. Und dann wären da noch die Maschinenbau- oder Ingenieursstudierenden. Denen wird ja gerne eine besondere Affinität zu Hemden mit Karo-Mustern nachgesagt.

Aber was ist denn jetzt nur ein Stereotyp und was stimmt? Pauschal kann man das nicht sagen, aber oft haben Klischees ja auch einen wahren Kern. Im einen Studiengang kommt es eben eher drauf an, optisch nicht besonders aufzufallen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Weil es eben im späteren Berufsleben auch darum geht, eher angepasst aufzutreten. In den Geisteswissenschaften oder kreativen Bereichen möchten die Studis aber oft auch ihre Persönlichkeit betonen. Und das geht optisch natürlich am besten über Kleidung.

Die Vorurteile haben die Mitstudierenden, aber oft auch die Dozenten. Da gabs zumindest mal von einem Dozenten zu hören, dass man angehende Sonderpädagogen an der pädagogisch korrekten Holztigerente am Rucksack erkennen würde. Und natürlich gibtd auch den einen oder anderen Dozenten, der auffälliger gekleidete Studis erstmal abstempelt hat und dann von späteren Leistungen überrascht ist. Die Profs sind also auch nicht unbefangen. Aber wie kommt es, dass da zumindest teilweise an den Klischees schon was dran zu sein scheint?

Die Wahl des Studienfaches ist ja oft nicht so willkürlich, wie es scheinen mag. Einige Soziologen sind der Ansicht, dass schon die Entscheidung, in welchem Fach man sich einschreibt auch mit daraus entsteht, was man aus Elternhaus und Freundeskreis so mitbekommen hat. So wie ich lebe, kleide ich mich und so wie ich mich kleide studiere ich auch.

Klamotte und Studienfach, vielleicht gibt’s da ja tatsächlich einen Zusammenhang. Der CampusFM-Ausflug in die Modeklischees an der Uni.

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