Hochschulen Aktuell KW 04

Januar 20, 2014 in Hochschulen Aktuell

Hochschulen Aktuell: 24.01.2014

Auftakt des „Deutsch-Türkischen Jahres der Forschung, Bildung und Innovation 2014“

Vergangenen Donnerstag eröffneten die Bundesministerin für Bildung und Forschung und der Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie der Republik Türkei, das diesjährige „Deutsch-Türkische Jahr der Forschung, Bildung und Innovation“.
Im Rahmen der feierlichen Auftaktveranstaltung in Berlin werden bisherige und zukünftige Projekte der deutsch-türkischen Kooperation präsentiert und neue Strategien im Umgang mit globalen Herausforderungen diskutiert. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung berichtet, solle so die deutsch-türkische Zusammenarbeit gestärkt und neue Kooperationen geschaffen werden. Unter dem Motto „Wissenschaft verbindet Nationen“, finden im Laufe des Wissenschaftsjahres zahlreiche Konferenzen und Fachveranstaltungen in Deutschland und in der Türkei statt. Einen besonderen Höhepunkt stellen die „Türkei-Wochen“ an deutschen Hochschulen dar, mit Themen rund um Studium, Forschung und hochschulspezifischen Kooperationsprojekten mit der Türkei.

Promotionsrecht für Fachhochschulen

Nachdem Schleswig Holstein den umstrittenen Vorschlag zum Promotionsrecht äußerte, hat nun auch die baden-württembergische Forschungsministerin angekündigt, in einem neuen Landeshochschulgesetz „neue Wege zur Promotion“ zu schaffen.
Somit solle nicht nur den Universitäten möglich sein, einen Doktortitel zu verleihen, sondern auch den Fachhochschulen.
Wie SpiegelOnline berichtet, solle sich auch in Hessen ein eigenständiges Promotionsrecht für hessische Hochschulen etablieren.
Der deutsche Hochschulverband bewertet die Vorschläge allerdings als überhastet und lehnt die Pläne ab.
Wie ein Sprecher des deutschen Hochschulverbandes kommentierte, passe die Promotion einfach nicht in das Profil einer Fachhochschule; sie könne sie von ihrem Auftrag her auch gar nicht leisten.

Hochschulen Aktuell: 22.01.2014

Märchenstunde für die Sprache
Wie die Pressestelle der Universität berichtet, machen Germanistik- Studierende ein Projekt mit professionellen Erzählerinnen zum Thema Spracherwerb bei Grundschülern. In dem Projekt solle es darum gehen, über das Erzählen von Märchen Grundschülern ein Gefühl für die deutsche Sprache entwickeln zu lassen. Außerdem dürften sich die Schüler auch eigene spannende Geschichten ausdenken. Dadurch würden sie sich weiterentwickeln und auch mehr zutrauen. Die professionellen Erzählerinnen würden dabei den Studenten zeigen sollen, wie sie in verschiedenen Sprachen die Kinder mit auf eine Reise nehmen könnten, um so die Sprache besser zu erlernen.

Gesundes Altern im Ruhrgebiet
Das Projekt mit dem Namen QuartiersNetz soll im Ruhrgebiet anlaufen. Hinter diesem Namen stehe die Idee, dass ältere Menschen eine Aufgabe bekommen, um so Teil der Region zu sein, in der sie leben, so heißt es beim Bundesministerium für Bildung und Forschung. Sie sollten dadurch in ihrem gewohnten Umfeld altern können. Neben dem Ruhrgebiet gebe es noch vier weitere Regionen, die an ähnlichen Projekten teilnehmen würden. Jede Region habe ein eigenes Modellprojekt. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung berichtet, solle im Mittelpunkt der Projekte die gesicherte Versorgung der Bevölkerung stehen. Von fast 80 eingereichten Projektvorschlägen seien die fünf besten regionalen Projekte ausgewählt worden. Diese Projektideen würden nun mit bis zu 20 Millionen Euro vom BMBF gefördert werden. Weiter heißt es, auch die Regionen würden sich zusätzlich an der Finanzierung beteiligen. Beim Ruhrgebietsprojekt Quartiernetz werde es um geeignete Kommunikationsmedien und Schulungskonzepte gehen. So sollen reale und digitale Quartiersnetze entstehen.

Bildungsraum Ruhr wurde weiterentwickelt
Drei Universitäten im Ruhrgebiet bilden den Ruhr Campus. Die sogenannten Hochschulen der Universitätsallianz Metropole Ruhr sind die TU Dortmund, die Ruhr-Universität Bochum und die Universität Duisburg-Essen. Seit 2007 nennen sie sich kurz UAMR. Wie die Pressestelle der UDE berichtet, sollen sich nun die Prorektoren der einzelnen Unis erneut getroffen haben, um ihre letzten Beschlüsse von vor zwei Jahren zu überarbeiten. Dabei sei auch festgelegt worden, dass Studierende nun einfacher zu Lehrveranstaltungen an der anderen Uni zugelassen werden sollen. Außerdem sei die Anerkennung von Prüfungsleistungen verfeinert worden. Alles solle einen reibungsloseren Ablauf für die Studierenden ermöglichen. Für alle Zweithörer soll es wie gehabt einfach bleiben, an einer anderen der Ruhr-Campus-Unis zusätzlich zu studieren und dabei nicht die sonst üblichen Gebühren bezahlen zu müssen.

Hochschulen Aktuell: 20.01.2014

Qualifiziertes Stammpersonal nimmt zu
Laut Berechnungen des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen ist in den letzten Jahren gut ausgebildetes Stammpersonal für Unternehmen wichtiger geworden als kurzzeitige Mitarbeiter ohne Ausbildung.
Dies meldet die Pressestelle der Uni Duisburg-Essen.
So sei in den Jahren zwischen 1995 und 2011 der Anteil des Stammpersonals in Betrieben um rund 6 Prozent gestiegen.
Langjährige Beschäftigte eines Betriebs haben in 9 von 10 Fällen auch einen schulischen oder akademischen Abschluss.
Nur noch knapp ein Fünftel aller Beschäftigten werde weniger als 10 Jahre und für einfache Tätigkeiten eingestellt.
Inzwischen greifen Betriebe auch hier mehr und mehr auf qualifiziertes Personal zurück.

Lehrpreis für besondere Verdienste überreicht
Wie die Pressestelle der Uni Duisburg-Essen berichtet, wurde Prof. Dr. Eberhard Passarge der Lehrpreis für besondere Verdienste überreicht.
Passarge ist ehemaliger Direktor des Instituts für Humangenetik am Uniklinikum Essen, er leitet inzwischen das gleichnamige Institut am Uniklinikum Leipzig.
Passarge ist besonders für seinen Taschenatlas Humangenetik bekannt, der bereits in vierter Auflage vorliegt. Überreicht wurde ihm der Lehrpreis von der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Nebenher ist Passarge als Musikbeauftragter der Uni Duisburg-Essen aktiv.

Niedriglöhne für Akademiker
Laut einer neuen Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation arbeiten hunderttausende Akademiker in Deutschland zu Niedriglöhnen. Wie derwesten.de berichtet, sei nahezu jeder zehnte Akademiker betroffen; sie erhalten nicht mehr als 9,30€ brutto die Stunde. Zudem habe sich die Zahl der arbeitslosen Akademiker im letzten Jahr um 13% erhöht, dies sei aber auf die erhöhte Absolventenzahl zurück zu führen. Laut der Bundesagentur für Arbeit bestünde aber kein erhöhtes Risiko, als Akademiker arbeitslos zu werden.

 

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