Hochschulen Aktuell KW 09

Februar 24, 2014 in Hochschulen Aktuell

Vom 28.02.2014

Preiswerteres Wohnen für ausländische Studenten

Wie gestern in einer Pressemitteilung des deutschen Studentenwerks bekannt gegeben worden ist, fordere finanzielle Unterstützung für preisgünstige Wohnräume zugunsten ausländischer Studenten.

 

Laut dem Generalsekretär des deutschen Studentenwerks, Achim Meyer, hätten ausländische Studierende ein deutlich geringeres Budget als deutsche Studenten. So stehe ihnen nur rund 750 Euro zur Verfügung, das Budget der Deutschen hingegen liegt bei knapp 900 Euro. Hinzu komme das Problem, dass ausländische Studierende nur schwer auf dem freien Wohnungsmarkt unterkommen. Deswegen ist für viele ausländische Studenten das Wohnheim die beliebteste Wohnform. So belegen mehr als ein Drittel aller ausländischer Studierenden einen Wohnheimplatz.

Nach Meyer gäbe es Multikulturalität und Integration allerdings nicht zum Nulltarif. Aus diesem Grund müsse der Staat für dessen Finanzierung aufkommen. Ob dies in nächster Zeit passiert, ist derzeit noch nicht bekannt.

 

Bund investiert vermehrt in Bildung

Im Jahr 2013 stiegen die Investitionen des Bundes in Bildung im Vergleich zum Vorjahr um fast 10 Prozent an.

Dies ist das Ergebnis des neuen Bildungsfinanzberichtes, der gestern Abend vom statischen Bundesamt veröffentlicht wurde. So haben Bund, Länder und Kommunen knapp 120 Millionen in Bildung investiert. Das heißt, dass rund jeder fünfte Euro für die Bildung der Deutschen ausgegeben worden ist. Von diesen 120 Millionen wurden circa 5 Millionen für die Bildung von Hochschulen verwendet, ein Anstieg von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Bildungsministerin Johanna Wanka würden die Zahlen bestätigen, dass Bildung einen immer höheren Stellenwert in Deutschland einnimmt. Aus diesem Grund wolle sie ihre erfolgreiche Bildungspolitik fortsetzen.

 

 

Vom 26.2.2014

Förderung für Forschung in NRW

Über eine Milliarde Euro soll im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms von der EU nach Nordrhein-Westfalen geflossen sein. Dies berichtet das Ministerium für Innovationen, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Davon soll der größte Teil an die Hochschulen in NRW gegangen sein. Aber auch Forschungseinrichtungen und Forschungsvorhaben sollen davon profitiert haben. Die Universität Duisburg-Essen belegt den dritten Platz der erfolgreichsten NRW Hochschulen im 7. Forschungsrahmenprogramm. Da das Programm im letzten Jahr ausgelaufen ist, wurde bereits ein Nachfolgeprogramm von der EU geplant. „Horizon 2020“ soll ein Budget von 80 Milliarden Euro haben und bis 2020 laufen.

Auszeichnung für die TU Kaiserslautern

Der Deutsche Hochschulverband hat zum 3. Mal sein Gütesiegel vergeben. Ausgezeichnet wurden hierbei die Fairness und die Transparenz des Berufungsverfahren der TU Kaiserslautern, so berichtet der DHV. Weiter heißt es, die TU Kaiserslautern bestäche durch kurze Entscheidungswege. Optimierungsbedarf sei nur vereinzelt ersichtlich. Laut DHV sei etwa die dreijährige Befristung der individuellen Ausstattungszusagen zu kurz bemessen. Professor Dr. Bernhard Kempen, der Präsident des DHV, betonte die Bedeutung einer umsichtigen Berufungspolitik und fairer Verhandlungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Vom 24.2.2014

Zukünftige Lehrer unzureichend vorbereitet

Der Anteil von Kursen zur Sprachförderung im Lehramtsstudium hängt stark vom Studiengang und Standort ab. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Mercatorinstituts der Universität Köln. Demnach gibt es keine bundesweiten Richtlinien, wie zukünftige Lehrkräfte auf den zunehmenden Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund vorbereitet werden sollen. Zwei Drittel der Lehramtsstudenten fühlen sich nicht bereit, in einer Klasse mit verschiedenen Herkunftssprachen zu unterrichten. Entscheidend ist dabei die angestrebte Schulform. Laut Studie haben beinahe 2 Drittel der zukünftigen Grundschullehrer ein Modul für Deutsch als Zweitsprache in ihrem Studienvelauf, dies gilt wiederum nur für ein Drittel der Lehrämter für Haupt-, Real- und Berufsschulen. Auch der Standort der Universität spielt eine Rolle. So hat Nordrhein-Westfalen als einziges Bundesland Deutsch als Zweitsprache in jedem Lehramtsstudium festgeschrieben.

Rektorengehälter veröffentlicht

Seit 2006 haben die Rektorengehälter der NRW-Universitäten massive Erhöhungen erfahren. Dies geht aus einer bisher unveröffentlichten Liste des Wissenschaftsministerum NRW hervor. Ein ehemaliger Ministeriumsangestellter hatte die Liste auf seinem Webportal „nachdenkseiten.de“ veröffentlicht. In ihr werden die Gehaltssteigerungen aller Hochschulrektoren seit 2006 aufgeführt. So ist beispielsweise das Gehalt des Rektors der Universität Duisburg-Essen innerhalb von 8 Jahren um 48 Tausend Euro gestiegen. Die rot-grüne Landesregierung sieht darin eine Bestätigung ihres Vorhabens, die Gehälter an Hochschulen künftig stärker kontrollieren zu wollen. Die Opposition dagegen, wirft der Regierung vor, vertrauliche Daten absichtlich der Öffentlichkeit preis zu geben.

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