Hochschulen Aktuell KW 35

August 25, 2014 in Hochschulen Aktuell

Universität Duisburg Essen weiht Anlage zur Herstellung von Graphen ein

Wie die Pressestelle der Universität Duisburg Essen mitteilte, ist die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Gerd Bacher nun in der Lage Graphen im großen Stil herzustellen. Bei Graphen handelt es sich um einen Werkstoff der extrem leitfähig, transparent, leicht und eine Million Mal dünner ist als ein Blatt Papier. Das Hightech-Material kommt für viele Branchen in Betracht: den Fahrzeugbau oder die Kommunikationstechnik. Eine neue Generation von Displays, Prozessoren oder Solarzellen könnte entstehen. Bislang war der zweidimensionale Werkstoff, der aus einer einzigen Atomlage besteht, in ausreichender Qualität noch schwer zu bekommen und zu teuer. Nun besitzt die Universität Duisburg Essen eine Anlage für die Herstellung. Die 300.000 Euro teure Anlage wurde vom Land NRW mitfinanziert und im Beisein der Wissenschaftsministerin Svenja Schulze eingeweiht.

Bafögerhöhnung nur mit Verfassungsänderung

Die von Bildungsministerin Johanna Wanka angekündigte Bafögerhöhung ist an eine Verfassungsänderung geknüpft. Das Ziel der Erhöhung sind mehr Geld pro Monat, 110.000 zusätzlich geförderte Schüler und Studenten sowie höhere Freibeträge. Die Bafögreform soll 2016 in Kraft treten – jedoch nur wenn einer Verfassungsänderung zugestimmt wird. Bildungsministerin Johanna Wanka aus der CDU möchte das Kooperationsverbot aufweichen um Gelder des Bundes für das Bafög erhalten zu können. Die Länder sollen dadurch mit mehr als 1 Milliarden Euro pro Jahr entlastet werden. Die Bafög-Reform soll am 19. Dezember im Bundesrat zeitgleich mit der angestrebten Grundgesetzänderung verabschiedet werden. [nr]

Hochschulstipendien für Flüchtlinge

Unter den 9 Millionen Kriegsflüchtlingen aus Syrien befinden sich auch 1000e Studierende, die aufgrund der Kriegssituation ihr Studium nicht abschließen können. Der Asta der Universität Duisburg-Essen unterstützt jetzt einen Appell, der dazu aufruft, ein Stipendienprogramm für diese Flüchtlinge einzurichten. Studierenden aus der Krisenregion müsse möglichst schnell und unkompliziert ein Studium in Sicherheit ermöglicht werden, so der AStA Vorsitzende Felix Lütke. Ein Flüchtlingsstipendium biete den Betroffenen laut Pressemitteilung des Asta nicht nur Schutz, sondern erspare ihnen auch die teils lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer. Zu den mehr als 200 Erstunterzeichnern des Appells gehören auch zahlreiche Professoren der Universität Duisburg Essen. Studierende sind aufgerufen, den Appell unter fluechtlingsstipendien.de/ ebenfalls zu unterstützen.

Diversityforschung

Wie die Pressestelle der Universität Duisburg-Essen meldet, hat die Initiative Diversityforschung auf ihrer Homepage über 60 Kurzprofile von Wissenschaftlern bereitgestellt. Die Initiative will mit ihrer Arbeit ebenso die soziale und kulturelle wie auch die religiöse und ethnische Vielfalt an der Universität Duisburg Essen darstellen. Die veröffentlichten Profile sollen helfen, Kontakte zu knüpfen, mit derer Hilfe man Fächer- und Kompetenzübergreifend arbeiten kann. Die Arbeitsschwerpunkte beziehen sich dabei auf so unterschiedliche Themen wie Sprache und Herkunft, Kommunikation und Migration oder auch Kunst und Literatur. „Wir wollen den wissenschaftlichen Austausch fördern und eine Basis für mögliche Kooperationsprojekte schaffen“, so Dr. Maren A. Jochimsen, Geschäftsführerin des Essener Kollegs für Geschlechterforschung. Die Forschenden kommen aus den Bildungs-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, den Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften, der Medizin sowie dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen und dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung.

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