Hochschulen Aktuell vom 10.05.2019

Mehr Mittel für Hochschulen und Forschung

Ab 2021 erhalten Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland mehr Geld von Bund und Ländern. Das berichten das Handelsblatt und das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bildungsministerin Anja Karliczek kündigte für die kommenden zehn Jahre Investitionen von zusätzlich 160 Milliarden Euro an. Das sind pro Jahr etwa zwei Milliarden mehr als noch 2019. Vorausgegangen waren dem Beschluss monatelange Verhandlungen über insgesamt drei Pakte: Dem Zukunftsvertrag Studium und Lehre, der auf den bisherigen Hochschulpakt folgt, sowie die Vereinbarung „Innovation in der Hochschullehre“ und dem „Pakt für Forschung und Innovation“. Karliczek betonte, Deutschland stärke dadurch die exzellenten Hochschulen und Forschungseinrichtungen und damit auch langfristig den Wohlstand des Landes. Den Universitäten sollen durch die neuen Mittel unter anderem eine bessere Planung ermöglicht werden. Ein weiteres Ziel ist außerdem, die Zahl unbefristeter Stellen zu erhöhen.

Essener Kolleg für Geschlechterforschung feiert Jubliäum

Seit nunmehr 20 Jahren forscht das von Prof. Dr. Doris Janshen gegründete Kolleg für Geschlechterforschung an der UDE. Im Rahmen dessen findet heute eine internationale Jubiläumsveranstaltung statt, die am gestrigen 9. Mai gestartet ist und heute Nachmittag zu Ende gehen wird. Zu Gast ist auch die renommierte britische Soziologin Prof. Sylvia Walby, die einen Vortrag über Geschlechtergerechtigkeit in der EU hält. Die Direktorin des Kollegs, Prof. Karen Shire, erklärte der Pressestelle der UDE, dass sich bis heute Mitglieder aus mehr als 20 Disziplinen an der fachübergreifenden Forschung beteiligen würden. Zum Programm gehörten derzeit u.a. die Geschlechtereffekte der Digitalisierung. Außerdem soll in der Universitätsallianz Ruhr die Zusammenarbeit im Bereich der Forschung und Nachwuchsförderung verstärkt werden.

Neue Leiterin der Universitätsbibliotheken

Nicole Walger ist seit dem 1. Mai Direktorin der Unibibliotheken in Essen und Duisburg. Das berichtet die Pressestelle der UDE. Sie folgte auf den bisherigen Leiter Albert Bilo, der nach 22 Jahren in den Ruhestand trat. Als eine der größten Herausforderungen Bilos galten in den letzten Jahren der Ausbau des E-Learnings, sowie die Erarbeitung zeitgemäßer Multimediakonzepte. Die Digitalisierung müsse aktiv gestaltet werden, teilte er der Pressestelle in einem Fazit mit. Ebenso wichtig war ihm die Vernetzung mit möglichst vielen Fachkollegen und Gremien: So war er unter anderem auch Vorsitzender der Universitätsbibliotheken NRW und Vorstandsmitglied im Deutschen Bibliotheksverband. Seine Nachfolgerin Nicole Walger bringt bereits einiges an Erfahrung mit: Seit 2016 war sie stellvertretende Leiterin der Universitätsbibliothek Siegen und baute dort Strukturen und Dienste zum wissenschaftlichen Publizieren und zum Forschungsdatenmanagement auf.

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